Für Artenschutz, gegen Pelz, gegen Massentierhaltung

RespekTurtle ist nicht nur ein Verein der sich für den Schutz und die Unterbringung von Schildkröten, sondern auch ein Tierrechtsverein der sich für alle Tiere und Menschen einsetzt.

Deshalb versammelten sich diese Woche RespekTurtle Aktivisten an einigen Plätzen in Österreich um dies mit stummen Protesten kund zu tun.

Wir alle haben bereits viel darüber gesehen und gehört, wie unschuldige Tiere für die Pelzproduktion gequält und ermordet werden. Es ist einfach absolut unverständlich, dass sich trotzdem noch Menschen mit Tierleichen zu wärmen versuchen. In Zeiten wo es soooo viele Möglichkeiten gibt um sich schick anzuziehen, ist es einfach unverständlich, dass man immer mehr und mehr Pelzträger auf den Straßen oder den Weihnachtsmärkten sieht. Möchte man hier einfach nur zeigen, dass man viel Geld hat oder sind dies einfach nur herzlose Menschen? Wir verurteilen das Tragen von Pelz zu tiefst und werden keine Besucher mit Pelzmäntel auf unserem Gnadenhof empfangen. RespekTurtle Aktivisten standen in Krems und Salzburg um unseren Unmut mitzuteilen.

Pelz ist untragbar, Pelz ist peinlich und Pelz ist Mord war auf den Transparenten zu lesen.

 

Auch ganz klar stehen wir gegen die Massentierhaltung. Tiere die aus reiner Profitgier auf engstem Raum, in den eigenen Fäkalien leben müssen, die gequält und mit Antibiotika gefüttert werden, die teilweise erst dann das erste mal Sonnenlicht sehen, wenn sie bereits auf dem Weg ins Schlachthaus sind, haben in Wahrheit kein Leben sondern müssen froh sein, wenn sie gleich bei der Geburt sterben. Unendliche Qualen die sie erleiden müssen wollen und können wir niemals akzeptieren. Deshalb standen auch heute RespekTurtle Aktivisten vor einer Schweinefabrik und hielten ein Transparent mit einem Spruch eines ehemaligen KZ Häftlings, über den man nachdenken sollte, wenn man Fleisch isst.

Ich weigere mich Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere.

Edgar Kupfer – Koberwitz war Häftling in Dachau und ist der Verfasser der Dachauer Tagebücher.

 

 

10.000 Arten verschwinden jährlich von diesem Planeten aufgrund des Verhaltens des Menschen. Artenschutz ist etwas soooooo wichtiges und es ist absolut unverständlich, dass hierfür so wenig getan wird. Gerade hier in Niederösterreich gibt es, trotz subventionen der EU, sehr viele Beispiele wie mit dem Artenschutz umgegangen wird. So viele Beispiele an denen man ganz leicht erkennt, dass hier kein Artenschutz sondern ganz genau das gegenteilige betrieben wird. Lebensraumverlust, intensive Bejagung und der Straßenverkehr lassen auch bald die letzten geschützten Arten verschwinden. Das Ziesel steht bereits auf der roten Liste und in Österreich gibt es nur mehr wenige Vorkommen. Die Meisten gibt es noch im Norden von Wien sowie zwischen Krems und Hadersdorf. In Niederösterreich kämpft der Verein RespekTiere schon seit Jahren darum, die Straßen für diese Tiere sicherer zu machen. Im Sommer werden hier tagtäglich viele Tiere überfahren und dies ist eigentlich ein Wahnsinn wenn man bedenkt, dass dies eine aussterbende Tierart ist. Auch beim Heeresspital in Wien kämpfen beherzte und tolle Menschen darum, dass der Lebensraum für diese Tiere erhalten bleibt. Aber alle Proteste halfen nichts, es werden dort Wohnsiedlungen gebaut. Obwohl die Ziesel gerade ihren Winterschlaf halten, wird Erdschicht für Erdschicht abgetragen……

Der Teichwirteverband aus dem Waldviertel hatte sich erst vor kurzem beklagt, dass die Otter, ebenfalls eine geschützte Tierart, mehr und mehr ihrer Fische fressen. Die Gier kannte wohl beinahe keine Grenzen als man davon sprach, wie extrem viele Fische prozentmäßig an die Otter verloren gehen. Es wurde davon gesprochen, dass man fürchtete bis zu 80 Prozent!!!!!!! der Fisch“Ernte“ zu verlieren.  Man jammerte so lange, bis dem Abschuss von 40 Ottern stattgegeben wurde. Ein absoluter Skandal wenngleich man den medialen Berichten kurze Zeit später entnehmen konnte, dass sich genau dieser Teichwirteverband vor wenigen Tagen für ein sooo erfolgreiches Jahr, für noch ein besseres Jahr als das Letzte, für das Fangen von hunderten Tonnen Fisch bedankt hat…….

Auch der Biber ist ein geschütztes Tier. Ja, sie fällen viele Bäume, aber welch Schaden sie wirklich anrichten, wird uns niemand sagen können. Schon seit dem letzten Jahr kann die Landesverwaltung Eingriffe in die Population zulassen….

Auch die Erdkröte ist eine geschützte Tierart. Man könnte weinen wenn man sieht, wie sie Jahr für Jahr bei ihrer Wanderung überfahren werden. Unzählige Beispiele zeugen davon……

 

Es ist wohl niemanden entgangen, dass wir heuer so wenig Wildtiere wie noch nie vorfinden. Auch hier sind Lebensraumverluste und die intensive Bejagung Schuld. Es ist beinahe eine Schande, zu sehen wie Woche für Woche Treibjagden stattfinden, indenen auch noch die letzten Feldhasen geschossen werden. Vielleicht sollte sich die Jägerschaft mal darüber Gedanken machen, warum auch der Feldhase auf der roten Liste der bedrohten Tierarten steht. Der Feldhase ist vom Aussterben bedroht!!!! und einzig die Jagdgesellschaft Altlichtenwarth im Bezirk Mistelbach hat wegen des katastophalen Rückgangs von Hasen und Rebhühnern beschlossen, heuer erstmals keine einzige Niederwildjagd abzuhalten. Leider ist diesem Beispiel keine einzige andere Jagdgesellschaft gefolgt. Leicht könnte man meinen, es geht hier nicht mehr um Hege und Pflege sondern nur um die Gemetzel auf den Feldern. Wie sonst kann man es verantworten, eine aussterbende Tierart derart dahinzumetzeln? Und das traurige daran ist die fehlende Einsicht. Noch unglaublicher ist die Forderung des Landesjagdverbandes, auf Greifvögel zu schießen. Diese werden für den Rückgang des Niederwildes verantwortlich gemacht. Auch Greifvogelarten sind europaweit unter Schutz gestellt. BirdLife und der WWF haben wegen der Jägerschaft schon lange Alarm geschlagen. „Es hat den Anschein, als ob der Landesjagdverband daran arbeitet, Greifvögel in Zukunft als vermeintliche Jagdkonkurrenten ausschalten zu wollen“ meinte Matthias Schmidt, Greifvogelexperte von BirdLife Österreich. Genauso unglaublich ist die Forderung der Jägerschaft, Wölfe schießen zu dürfen. Heute wurden veröffentlich, dass dem Steuerzahler jeder Wolf in Österreich 150.000 Euro kostet….. wie man wohl auf solche Zahlen kommt? Dazu ist es absolut zu verurteilen, dass auch immer mehr Haustiere geschossen werden. Es scheint fast so, als ob man unbedingt schießen und töten möchte….. deshalb standen auch gestern Aktivisten von RespekTurtle im Regierungsviertel in St.Pölten um dort in einem stummen Protest daran zu erinnern, dass wir auch noch in einigen Jahrhunderten hier in Österreich gerne Wildtiere hätten……

Oh wie seid ihr doch verlogen, habts euch vor Gier und Geld verbogen. Das Artenschutzgesetz schnell ausgehoben um euch in der Tierwelt auszutoben. Diese Gesetze dienen nur der Blende. Geschützte Tiere sollen sterben, ohne Ende, und

Eure Artenschutzgesetze sind doch nur Schall und Rauch! Euer Motto: Töten ist ein toller Brauch. Auf der roten Liste, Krähen, Kröten, Ziesel, Otter, Feldhasen und Biber. Tot sind sie euch lieber

waren auf den mitgebrachten Transparenten zu vernehmen.