Das war 2017

Das Jahr 2017 neigt sich mit großen Schritten seinem Ende zu. Es hat sich sehr viel getan und wir möchten nochmals zurück blicken. Schon Ende 2016 war zu spüren, wie viele Schildkröten eigentlich ein neues zuhause suchen. 2017 gab es insgesamt 108 Neuaufnahmen und es erwies sich mehr als wichtig, dass wir bereits im Frühjahr darauf reagierten. Bevor die Starre der europäischen Tiere zu Ende war, begannen wir mit dem Anlegen von neuen Teichen, neuen Anlagen für die Landtiere und dem herrichten von Innenanlagen. Dabei behilflich war die Teich und Gartenbaufirma Honcak aus Langenlois.

Dieser Teich wurde im März gegraben und fertig gstellt. Hier auf etwa 20 Quadratmeter finden sich unsere kleineren Schildkröten wieder. Im Jahre 2018 werden hier unsere asiatischen Tiere wie Streifen und Dreikielschildkröten untergebracht. Es war jede Menge Arbeit und wir bedanken uns bei der Teichfirma Honcak und bei unseren freiwilligen Helfern.

Auch unser größter Teich mit 100 Quadratmeter wurde komplett ausgeräumt, gereinigt und mit einer neuen Pumpenanlage ausgestattet. In diesem Teich sind unsere Trachemys und Pseudemys Arten unter gebracht.

 

Auf einem Autounterstellplatz wurde Platz für unsere Papageien, für Herpestiere und kleine Schildkröten geschaffen. Dazu kleine Teiche für Schnapp und Klappschildkröten errichtet. In unserer Innenanlage wurde Platz für die Überwinterung der Tiere geschaffen, die keine Starre halten. Ganzjährig befinden sich hier unsere Fransenschildkröten. Im Winter befinden sich hier unsere Sporn, Panther und Köhlerschidlkröten, sowie Rotbauchspitzkopf, Dreikiel und Streifenschildkröten.

Die Innenanlagen wurden mit Erde und Sand befüllt und unsere Spornschildkröten erhielten eine Dusche die sie als Trink und Bademöglichkeit nutzen können.

Zudem wurden über das ganze Grundstück Wasserleitungen verlegt um unsere Tiere täglich mit Frischwasser versorgen zu können. Auch Becken wurden bereift die wir als Quarantänebecken für Wasserschildkröten und deren Winterstarre verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn starteten wir unter dem großen Bruderverein RespekTiere. Allerdings wurde dies bald zu schwierig weil jeder Tierarztbesuch, jede Spende und der Kontakt mit dem Veterinäramt immer über drei Ecken ging. So beschlossen wir, in Anlehnung an RespekTiere unseren eigenen Verein zu gründen. RespekTurtle wurde im März offiziell. Obmann Markus Putzgruber aus Seebarn, Vizeobfrau Bettina Moritz aus Wien, für die Buchhaltung zuständig, Silvia Zach aus Krems, und Schriftführer Dick Thomas aus Grafenwörh schlossen sich zusammen. Dazu wurde auch ein neues Spendenkonto, eine eigene Webseite und eigene Kontakte über Telefon und e-mail erstellt.

Telefonnummer: 0676/9585456

E-mail Adresse: info@respekturtle.at

Webseite: www.respekturtle.at

Anschrift: Kirchenweg 14, 3484 Seebarn am Wagram

Spendenkonto: Sparkasse Langenlois, Verein RespekTurtle.   BIC: SPLSAT21XXX    IBAN: AT18 2023 0000 0050 8689

Wie erwartet gab es viele Fund und Abgabetiere. Insgesamt kamen im Jahre 2017 108 Schildkröten hier an. 108 Schildkröten die sich in mehr als 30 verschiedene Arten aufteilen. Praktisch von jedem Kontinent kann man hier Tiere finden. Aus Afrika, aus Australien, Süd und Nordamerika, aus Europa und aus Asien.

 

Wir konnten auch 6 Fundtiere wieder mit ihren Besitzern zusammenfügen und 8 Tiere fanden ein neues zuhause.

 

 

 

 

 

 

 

 

nicht nur Schildkröten sondern auch Katzen, Papageien, Igel und Kaninchen fanden hier ein neues zuhause. Selbst entlaufene Hunde konnten wir wieder mit den rechtmäsigen Besitzern vereinen und einige Kaninchen fanden einen neuen Platz.

 

Das ein großes Interesse an diesem Gnadenhof besteht, haben uns heuer auch die Besucherzahlen gezeigt. Sehr viele Familien, aber auch ein Tierschutzverein aus Deutschland und einer aus Oberösterreich beehrten uns.

 

 

Sehr viele Tiere die hier ankommen haben Verletzungen oder müssen entwurmt werden. Falsches Futter oder Licht führen zu Panzerverformungen. Biss oder sonstige Verletzungen am Panzer werden verklebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tierärzteteam Hochleithner in Strebersdorf verrichtete wieder tolle Arbeit. Insgesamt besuchten wir die Klinik 46 mal in diesem Jahr. Kaninchen und Hunde wurden kastriert, Infektionen sowie Verletzungen behandelt. Es wurde operiert und Entzündungen behandelt…

 

 

 

 

Eine unserer Schnappschildkröten wurde im Sommer zwei mal vor dem Ertrinken gerettet. Sie drehte sich im Wasser um und kam nicht mehr aus dem Wasser. Nach der ersten Ultraschalluntersuchung wurde vermutet, dass sich zu viele Follikel gebildet hätten, die nicht gelegt werden konnten. Trotz intensiver ärztlicher Behandlung wurde ihr Zustand nicht besser und so wurden wir in der Veterinärmedizinischen Universität mit dem Tier vorstellig. Was alle überraschte…. bei einer Magnetresonanzuntersuchung stellte sich heraus, dass dem Tier mehrere Wirbel fehlte. Jedes andere Lebewesen wäre Querschnittgelähmt. Auch deshalb stehen bereits im Frühjahr 2018 die nächsten Grabungen ins Haus. Ein neuer Teich wird angelegt und das Becken der Schnappis wird Behindertentauglich gestaltet…

 

Einigen schien die Behandlung auch zu gefallen, wie hier einer Weichschildkröte. Wir bedanken uns beim Tierärzteteam Hochleithner für die stets freundliche und überaus kompetente Beratung und Behandlung. Für alle Reptilienfreunde oder Haustierfreunde können wir dieses Team nur herzlich empfehlen.

RespekTurtle beteiligte sich auch an einigen Hilfsfahrten. Georg Jachan ist ja für seine großartige Hilfe für Menschen in Not bekannt. Zu Beginn des Jahres begleiteten wir in nach Rumänien um dort Hilfsgüter aufzuteilen.

 

Auch RespekTiere begleiteten wir nach Rumänien um Tieren und Menschen kurz vor Weihnachten mit Hilfsgüter zu versorgen.

 

RespekTurtle möchte auch öffentlich seine Meinung sagen, und beteiligte sich an einigen Demonstrationen.

 

 

 

Wir stehen für ein friedliches Miteinander, egal ob Mensch oder Tier. Wir sind gegen Massentierhaltung, gegen die Idee der EU, zb. Gelb und Rotwangen in Europa einzufangen und zu töten, finden Pelze untragbar und nur an Tieren schön und sprechen uns ganz klar für Artenschutz aus. Auch der Jagd können wir nichts abgewinnen. Wie kann es sein, dass etwa hier in Niederösterreich Tiere wie der Otter, der Biber, die Krähen, das Ziesel, die Sumpfschildkröte oder auch der Feldhase auf der roten Liste stehen und trotzdem bejagt werden? Wir haben beinahe keine Wildtiere mehr und trotzdem sieht man Woche für Woche dutzende Menschen mit Gewehren über die Felder laufen und Tiere töten. Mit Populationsregelierung kann das nichts mehr zu tun haben. Auch die letzten Hasen werden getötet und das ist einfach unfassbar!!! Der Teichwirteverband aus dem Waldviertel sprach noch im Sommer davon, dass etwa 80 Prozent der Fische den Otter zum Opfer fallen. Nach der Freigabe zum Abschuss von 40, streng geschützten!!!! Tieren, publizierte der selbe Verband vor kurzem, dass es ein hervorragendes Jahr mit über 400 Tonnen Karpfen war. Wie groß muss die Gier hier sein, dass man sogar geschützte Tiere ausrotten möchte nur um noch höhere Gewinne zu erziehlen. Noch schlimmer war der Aufruf des Jagdverbandes, Wölfe, Schakale und sogar streng geschützte Raubvögel schießen zu dürfen. Diese werden für den Rückgang des Niederwildes verantwortlich gemacht. Verantwortlich dafür ist aber, und das wissen diese Herren und Damen ganz genau, der Lebensraumverlust und eben diese intensive Bejagung. Man fragt sich, warum überhaupt Hasen geschossen werden. Was stellt er an? Welchen Schaden richtet er an? Einzig ein Jagdverband aus dem Bezirk Hollabrunn hat sich dies zu Herzen genommen und verzichtet dieses Jahr komplett auf die Jagd. Alle anderen dürften ihre Mordgier nicht Herr werden und töten weiter unsere letzten Wildtiere…. dazu werden gezüchtete Enten und Fasane ausgesetzt um noch mehr Tiere töten zu können. Eigentlich ein riesiger Skandal…..

RespekTurtle beteiligte sich im Frühjahr auch wieder bei der Krötenhilfe an zwei Stellen. Diese Hilfe wird wie jedes Jahr von RespekTiere geleitet.

 

 

Auch Erdkröten stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten.

 

Durch die hohe Anzahl abgegebener oder gefundener Tiere wird bereits im Frühjahr 2018 damit begonnen, neue Teiche herzurichten. Noch immer auf der Suche sind wir nach einem geeigneten Grundstück auf dem wir noch mehr Tieren ein zuhause bieten könnten. Wir stehen kurz davor, dass erste reine Schildkrötentierheim Österreichs zu werden und es wäre schade, wenn es aufgrund des Platzmangels scheitern würde, noch mehr Tieren ein neues, artgerechtes Leben bieten zu können. Zum Abschluss möchten wir euch noch die wunderbare Vielfalt der Schildkröten auf diesem Gnadenhof mit einigen Bildern zeigen. Bereits 60 Prozent der Schildkröten stehen auf der roten Liste. Damit sind sie die gefährdetste Tierart Weltweit.

Bitte helft uns helfen. Nur mit euren Spenden können wir dies alles finanzieren und nur mit eurer Hilfe können wir auch richtig helfen. Wir bedanken uns bei allen Spendern, bei unseren Paten und Mitgliedern und freuen uns auf ein weiteres Schildkrötenjahr 2018!!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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