Niederösterreichische Landtagswahlen

Die niederösterreichischen Landtagswahlen stehen vor der Tür und viele Menschen sind noch unschlüssig. Wir haben bei den Parteien bezüglich des Tier und Artenschutzes nachgefragt.

Wie man mit Tierschutz umgeht, konnte man erst kürzlich wieder im Regierungsprogramm finden. Tierrechtler die Misstände aufdecken, sollen nun noch stärker kriminalisiert werden. Also nicht die, die Tierquälerein zulassen sollen bestraft werden, sondern die, die diese Fälle aufdecken. Wie wichtig aber diese Arbeit ist, konnte man erst kürzlich aus den Medien entnehmen. Der VGT hatte gemeinsam mit dem Verein Robin Hood schreckliche Misstände in einem Schweinestall in St. Pölten publiziert. Es ist traurig und beschämend, dass der Gesetzesgeber diese Aufdeckungsarbeit noch mehr kriminalisieren möchte. Tiere scheinen der Politik nur auf dem Teller wichtig zu sein. Egal wie es gelebt hat, egal wie viel es leiden musste….

Auf unsere Anfragen haben sich die Neos und die Grünen gemeldet. Trotz mehreren Versuchen über FB, e-mails und Co konnten die ÖVP, die SPÖ und auch nicht die FPÖ zu einer Antwort bewogen werden.

Die Antworten der Neos und der Grünen findet ihr hier.

die Grünen

die Neos

Speziell hier in Niederösterreich wird der Artenschutz immer mehr mit Füßen getreten. Hier ist es sogar möglich, Biber und Otter, vom Aussterben bedrohte Tierarten, zu töten. Nachdem der Teichwirteverband aus dem Waldviertel im Sommer publiziert hatte, dass befürchtet wird, der Otter könnte 80 Prozent der „Fischernte“ vernichten, wurde einem Abschuss von 40 Tieren stattgegeben. Was für eine Fehlentscheidung, denn nicht mal zwei Wochen danach, titulierte dieser Verband auf seiner Seite, dass sie heuer ein großartiges Jahr hatten, es war noch viel besser als im letzten Jahr…. wie groß muss die Gier sein, dass man trotzdem 40 vom Aussterben bedrohte Tiere töten lässt????

Den Ziesel werden die letzten Lebensräume genommen, indem man auf ihren wenigen, letzten Plätzen Wohnhausanlagen errichtet. Zwischen Krems und Hadersdorf werden täglich dutzende dieser Tiere überfahren. Auch die Erdkröten stehen auf der roten Liste. Sie werden bei ihren Wanderungen zu tausenden überfahren. Sie müssen viele Straßen überqueren und während dieser drei bis vier Wochen stehen Reptilienfreunde, Tierschützer und Vereine bei Sonnenuntergang auf diesen Plätzen, tragen diese wundervollen Lebewesen über die Straße und retten ihnen damit das Leben. Viele Menschen wollen das nicht verstehen und deshalb sind diese Helfer teilweise schlimmen Schimpforgien ausgesetzt. Hilfe vom Staat ist meist nicht zu erwarten. Sogar für Krötenzäune müssen die Helfer meist selbst aufkommen, und das, trotz Subventionen der EU zum Schutz von bedrohten Tierarten.

Auch der Feldhase steht bereits auf der roten Liste. Logisch wäre es, die intensive Bejagung sofort zu stoppen, aber die Jägerschaft hat hier etwas dagegen. Speziell hier in Niederösterreich muss man sich doch auf den Kopf greifen wenn man ließt, dass die Jägerschaft den Greifvögel die Schuld für den Rückgang des Niederwildes gibt und sogar deren Abschuss fordert.

Dazu kommen dann auch noch die in Niederösterreich noch erlaubten Gatterjagden. Diese sollen mit Ende 2029 verboten werden. Aber auf einer Seite der FPÖ war zu vernehmen, dass man für die Gatterjagd steht. Traurig, traurig….

Diese Dinge sind anscheinend in Niederösterreich so gewollt und von der Politik unterstützt. Wir möchten keine Wahlempfehlung abgeben, aber wenn man für Tierschutz ist, wenn man noch länger Tiere auf der roten Liste hier finden möchte, dann wird es wohl nur eine Möglichkeit geben. Und die ist GRÜN!!!

Wir wissen auch selbst, dass die Grünen in der Bundespolitik schwere Fehler gemacht hatten, aber hier in Niederösterreich sollte es wenigstens eine Partei geben, die Tiere noch schützen möchte!!

Als Tierfreunde bedenkt bitte diese Fakten.

Tiere leiden, Tiere fühlen, Tiere brauchen Rechte!!!

 

 

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