Der Krieg gegen die Tiere ist voll im Gange

Wir denken, die folgenden Zeilen und Bilder werden euch genauso schockieren, wie sie uns schockiert haben. Eine unfassbare Geldmacherei die auf Kosten unschuldiger Lebewesen geht.

Vorweg möchten wir euch aber auch zeigen, dass es Jäger gibt, die dieses sinnlose abschlachten selbst verteufelen.

Gestern Abend läutete es an unserer Haustür. Als wir die Türe öffneten staunten wir nicht schlecht. Es war ein Jäger und wir stellten uns sofort auf Stress ein. Aber dem war nicht so. Dieser Jäger hat von unserer Tätigkeit mitbekommen und schäumte vor Wut. Seit langer Zeit prangern wir immer wieder an, dass mitten in der Nacht Schüsse fallen. Egal ob Vollmond ist, oder nicht. Gestern waren wieder Jäger geladen, um in unseren Donauauen Wildschweine zu schießen.  Es war stark bewölkt und gegen Abend zog langsam der Nebel ein. Dieser Jäger erzählte uns von dieser Jagd. Wie verabscheuungswürdig es ist, bei dieser Sicht auf Tiere zu schießen. Er selbst kennt solche Situationen und erklärte uns, dass es unmöglich bei diesem Wetter ist, überhaupt zu erkennen wo bei einem Wildschwein vorne und hinten ist. Auch das es verboten ist, auf Tiere zu schießen wenn man keine freie Sicht hat. Das Schießen mit Nachtsichtgeräten ist ohnehin verboten und schon lange existiert ein Gesetz, dass die Jagd einenthalb Stunden nach Sonnenuntergang ebenfalls verboten ist, um den Tieren ein wenig Ruhe zu gönnen.

Nicht so aber diese Jäger die sich gestern versammelt hatten. Sie trafen sich bei einem Heurigen in unserer Ortschaft und fuhren aus. Nach dem Gespräch mit diesem Jäger brachen wir auf und gingen in den Wald. Und tatsächlich, auf jedem Hochstand saß ein Jäger. Die ersten Schüsse waren gegen 19 Uhr zu vernehmen. Zu dieser Zeit war es bereits stockdunkel und wir sahen selbst kaum weiter als zehn Meter. Der letzte Schuss war um 21 Uhr 57 zu vernehmen.  Wir beobachteten einen Jäger, der nach einem Schuss eine viertel Stunde die Au mit einer Taschenlampe durchsuchte. Wahrscheinlich nach einem angeschossen Tier. Gefunden hat er es aber nicht. Danach versammelten sich die Jäger wieder bei dem besagten Heurigen. Um 23 Uhr 17 traf der letzte ein. Diese Leute nehmen es in Kauf, Tiere nur schwer zu verletzen die danach qualvoll verenden. Wir haben die Kennzeichen all dieser Leute notiert und werden diese krimminellen Handlungen nicht weiter hinnehmen.

Der eigentliche Teil unserer Berichterstattung gilt allerdings der Großwildjagd. Einer aufmerksamen Mitarbeiterin von RespekTurtle viel ein Heft auf, dass diese Jagd anpreist. Beim durchblättern stockte uns beinahe der Atem. Angepriesen wurden Abschüsse von Bären, Elche, Wölfe, Leoparden, Löwen und sogar Elefanten. Eine Firma der es nur ums Geld geht, der es Vergnügen bereitet sinnlos zu töten, verteilt folgende Blätter.

Geschossen darf anscheinend alles werden, was man antrifft.

 

 

 

 

 

Heute, da es nur noch wenige Exemplare (ca. 3.000) gibt, steht diese großartige Raubkatze zwar unter Schutz, doch Farmer, Großwildjäger und Buschbewohner töten die Raubkatzen auch weiterhin. Hier wird angeboten, ein geschütztes Tier um 6400 Euro töten zu dürfen!!

Namibia besitzt noch die größte Gepardenpopulation in Afrika mit 4000 Tieren. Sie sind ebenfalls vom Aussterben bedroht und werden hier um 11.900 Euro zum Abschuss angeboten. Was ist mit diesen Menschen blos los??????

In vielen Ländern, besonders in Nordamerika geht der Bestand an Elchen deutlich zurück. Man gibt dem Klimawandel Schuld. Früher hatten geschätzte 50 % des Nachwuchses den ersten Winter überlebt, heute schaffen es kaum 30 Prozent. In Amerika sind diese Tiere bereits vom Aussterben bedroht. Und trotzdem, um 17.500 Euro darf man diesem sinnlosen Morden nachkommen.

Die schiere Jagdleidenschaft hätte den Büffel beinahe vollständig ausgerottet. In Südafrika war es vorübergehend völlig ausgestorben, konnte aber inzwischen in verschiedensten Nationalparks des Landes wieder heimisch gemacht werden. Um 3.300 Dollar darf man dem „Hobby“ sinnloses töten nachkommen.

Durch die starke Bejagung gibt es mitlerweile nur mehr 3 Zebraarten. 2 davon werden von IUCN als stark gefährdet eingestuft. Töten kann man sie um 1600 Dollar…..

Leoparden sind laut roter Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN gefährdet. Eine Arten gelten als stark gefährdet. Trotzdem dürfen sie um 5900 Euro getötet werden….

Bären leben in 60 Länder auf vier Kontinenten. Nach Angaben des IUCN ist ihr Bestand in den letzten hundert Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen.

Und sogar so stark bedrohte Tiere wie der Elefant werden angepriesen. Zwischen 18 und 25.000 Dollar kann man auch diese Tiere schießen. In Afrika leben nur mehr um die 400.000 Elefanten. 25 bis 30.000 werden pro Jahr von Wilderer und Jäger getötet.

Eine unfassbare Tragödie an der sich Menschen bereichern. Kein Mitgefühl, kein Mitleid, es zählt nur das Geld. Und wer sind die Leute, die solche Reisen mitmachen? Hier geht es weder um Hege noch um Pflege. Es geht einzig darum, ein Tier, feige aus dem Hinterhalt zu ermorden um sich danach eine Tropähe aus Leichenteilen zu sichern. Wie schwer ist es wohl mit einem Gewehr so ein schönes Geschöpf zu töten? Für uns ist dies einfach unfassbar……

Finden könnt ihr diese Seite auch auf FB unter RR Weltweites Jagen.

 

 

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