Selina – Schafrettung, Silvia spendet T-Shirts, Bericht – Tierschutzverein Ebensee, Neuzugang?

Diese Woche meldete sich die Selina bei uns. Selina ist eine beherzte Tierfreundin, die wir schon lange kennen, schätzen und mit der wir auch bereits mehrere Schildkröten gerettet haben. Sie hatte von einem Schafbock gehört, der alleine auf einer Weide umherlief und mit Hühner spielte. Ein Schaf ist ein Rudeltier, und so fuhr sie zu dem Grundstück. Auch der Bauer, dem das Schaf gehörte, war vor Ort und die Beiden kamen ins Gespräch. Selina fragte, ob sie dieses Schaf nicht auch kaufen könnte. Aber da kam die Bäuerin und meinte, dass sie das Schaf behalten möchte, weil sie gerne wieder Schaffleisch in der Kühltruhe hätte. Jeder der Selina kennt weiß, dass das der Knackpunkt war. Und so drängte sie, machte sogar ein Angebot von 200 Euro, aber die Bäuerin wollte auf keinen Fall verkaufen. Selina fuhr frustriert nach Hause, und obwohl sie selbst auch nicht sehr viel Geld hat, rief sie zwei Tage später erneut an und machte ein neues Angebot. Sie wollte das Schaf unbedingt retten und so machte sie ein beinahe unglauliches Angebot von 500 Euro. Aber auch damit hatte sie vorerst Pech… vorerst… denn schon am nächsten Tag rief sie der Bauer zurück und meinte, 500 wären ein Wucher, aber sie kann es um 400 Euro haben.

Daraufhin rief sie uns an und fragte, ob wir wissen, wo wir das Schaf unterbringen könnten. Aber bevor uns etwas eingefallen ist, rief sie ein weiteres mal an und freute sich riesig. Der Verein Animal Spirit betreibt drei Gnadenhöfe und machte ihr die Zusage, dass sie das Schaf zum Gnadenhof nach Hendlberg bringen könne. Jetzt blieb nur noch die Frage nach dem Transport und hier sprangen wir natürlich sofort ein. Wir trafen uns in Linz und fuhren anschließend nach Ried wo bereits die Ursula auf uns wartete. Die Hoffnung, wir nehmen das Schaf, heben es ins Auto und fahren, wurde schnell zu nichte gemacht. Das Schaf hatte eine große Weide und war überaus wendig. So brauchten wir dann beinahe eine Stunde bis das Schaf sich selbst in eine Sackgasse sperrte.

Wir schafften es, den Bock an die Leine zu nehmen und ins Auto zu stellen.

Nachdem sich der Bock dann beruhigt hatte, setzte sich Selina zu ihm und wir traten die Reise nach Hendlberg an. Die Fahrt bis St.Pölten gestaltete sich problemlos, aber ab Neulengbach begannen die Schneefahrbahnen. Die letzten Wege zum Hendlberg waren enge, verschneite Straßen wo die Angst groß wurde, dass wir das nicht schaffen würden. Aber alles funktionierte super und so kamen wir am Gnadenhof an, wo wir superfreundlich empfangen wurden. Wir hoben das Schaf aus dem Auto und brachten es in den Stall. Bis dorthin freundete sich das Schaf auch gleich mit einer Kuh, zwei Eseln und einem Pferd an.

Die freundlichen Tierpflegerinnen zeigten uns die Gehege und luden uns anschließend auf einen Kaffee ein. Noch während Selina die letzten Details klärte und auch gleich eine Patenschaft für das Schaf übernahm, erreichte uns ein weiterer Notruf. Einem Freund, der zig Tieren ein neues zuhause bietet, ist das Heu ausgegangen. Da wir bei mehreren Bauernhöfen vorbeikamen fragten wir den Obmann, Franz Plank, ob er vielleicht wisse, wo wir Heu herbekommen würden. Franz war so nett und kontaktierte sofort einen Bauern. Auf dem Heimweg……

Da wir anfangs dachten, wir könnten die Reise zu dritt antreten, hatten wir nun das Problem, dass wir Selina wieder nach Linz hätten fahren müssen. Leider ist es heutzutage so, dass wahre Freunde selten geworden sind. Aber Selina hat wohl solche. Denn sofort nachdem sie mit einem Telefonierte, machte sich dieser auf den Weg von Linz nach St.Pölten. Als wir in St.Pölten ankamen, war er schon da. Danke an diesen Freund und HERZLICHEN DANK an die Selina, die diesem Schaf ein schönes Leben machte…..

Aber der Tag war noch nicht vorbei. Wir sollten auch noch eine Schildkröte übernehmen. Als wir diese sahen waren wir ein wenig erstaunt. Ja, wir müssen ehrlich sein und bitten euch sogar um Mithilfe. Wir würden auf eine Emydura subglobosa, also eine Rotbauchspitzkopfschildkröte tippen. Aber mit dieser australischen Art haben wir auch selbst erst seit zwei Jahren zu tun und bis jetzt sahen wir diese Tiere nur mit eben…. rotem Bauch. Vielleicht verlieren sie ja diese Farbe beim Älterwerden. Wir sind uns aber sicher, dass uns hier jemand weiterhelfen wird, der mehr Erfahrung mit diesen wundervollen Tieren hat.

Wieder einmal hat uns die Silvia eine wahnsinnige Freude gemacht. Sie hat uns RespekTurtle T-Shirts und Taschen gespendet! Aber nicht nur gespendet, sie hat sie selbst kreiirt und ihre eigenen Ideen verwirklicht. Liebe Silvia, fühl dich ganz fest gedrückt und danke, danke, danke!!!

Vielleicht gebt ihr auch eure Meinung ab. Wir finden sie jedenfalls wirklich toll und haben eine große Freude damit! Danke Silvia!!

 

Ein weiteres Dankeschön geht wieder nach Oberösterreich. Ihr wisst vielleicht noch, der Tierschutzverein Ebensee machte sich letztes Jahr auf den Weg hierher und übergab uns eine Pseudemys nelsoni, also eine Florida Rotbauchschildkröte. Das Tier war verletzt, die Erstversorgung machte noch dieser Verein. Wir zeigten Carola und Ingrid unseren Gnadenhof und konnten sie überzeugen, dass wir gute Arbeit machen. Diese Woche hat sich die Ingrid gemeldet. Sie haben uns in ihrer Vereinszeitung zwei Seiten gewidmet. Wir sind wirklich sehr gerührt und freuen uns wahnsinnig über diesen Bericht!!! Herzlichen Dank ihr Lieben und fühlt euch herzlich gedrückt!!

Herzlichen Dank an den Tierschutzverein Ebensee. Wir hoffen, wir sehen uns bald mal wieder!!!!

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