03.März….. Tag des Artenschutzes

Der dritte März ist also Tag des Artenschutzes. Auf einer Seite gut, dass es diesen Tag gibt. Auf der anderen Seite aber eigentlich eine Schande, dass wir so einen Tag brauchen…

Wie weit hat es der Mensch gebracht, wie weit wird er noch gehen? Angetrieben von der Gier nach Fleisch nimmt man es in Kauf, dass jährlich 10.000 Arten von diesem Planeten einfach verschwinden. Man sperrt Tiere in KZ ähnlichen Massenvernichtungsstätten, setzt sie unglaublichen Qualen aus und behandelt sie grausam und unwürdig. Der Regenwald wird gerodet um Anbauflächen für diese armen Seelen zu schaffen. Durch diese Abholzungen werden jährlich tausende Arten ausgerottet. Dazu die Ureinwohner ermordet und im Erdboden verscharrt. Aber all das möchte der Mensch gar nicht hören, er nimmt alles für diesen Fleischverzerr in Kauf.

Seit ca. 5000 Jahren ernährt sich der Mensch jetzt auch von Fleisch. Die 50.000 Jahre zuvor war er aber reiner Pflanzenfresser. Aber die Gier kennt keine Grenzen. Gut 80 Millionen Tonnen Fisch und Meerestiere werden jährlich aus unseren Meeren geholt. Es wurde errechnet, dass bis zum Jahre 2048 die Meere leergefischt sein werden. Dazu kommen gigantische Mengen an Beifang. Krebse, Vögel, Meeressäuger, aber auch Schildkröten verfangen sich in diesen Netzen und bringen diese Tiere an den Rand der Ausrottung. 300.000 Wale und Delfine ertrinken jährlich als Beifang. 100 Millionen Haien werden jährlich getötet. Ihnen werden meist nur die Flossen abgehackt weil diese in asiatischen Ländern als Delikatesse gelten.

Aber auch bei uns ist es um nichts anders. Angetrieben von Gier und Macht zerstört man Lebensräume, betoniert alles zu und übersieht, dass wir den Tieren alles nehmen. Und leider spielt die Politik brav mit….

Artenschutzgesetze sind nur Schall und Rauch

Dies zeigten wir auch schon vor der Landesregierung in St.Pölten. Die Ziesel stehen auf der roten Liste ganz oben. Zwischen Hadersdorf und Krems würden sie die Weinbauer lieber tot sehen und berichten von 50.000 Tieren die sich in der Gegend aufhalten sollen, obwohl bei einer Zählung, die sich aus den Ziesellöcher ergeben hat, man nicht mal auf 1000 Tiere kam. In Zeitungsberichten wurde sogar fantasiert, die Tiere würden sogar schon Weintrauben fressen. Ja, sie untergraben die Weingärten, aber entsteht dadurch wirklich ein Schaden? Es gibt nur mehr sehr wenige… Auch auf einem Feld in Stammersdorf gibt es noch die größte Population. Aber trotz heftigen Protesten hat sich die Politik entschieden, dort lieber Wohnblöcke zu errichten. Es zählt nur mehr das Geld, Lebewesen werden unwichtig…

Aber auch die Erdkröten sind vom Aussterben bedroht. Und trotzdem werden tausende jedes Jahr bei ihrer Wanderung überfahren. Erst dann wird reagiert, wenn sich private Leute für deren Schutz einsetzen.

Der Teichwirtverband ließ medial ausrichten, dass man bei der „Fischernte“ Einbußen von 80 Prozent befürchtet, weil die Otter die Fische wegfressen würden. Im Spätherbst wurde dem Abschuss von 40 Tieren stattgegeben. Zwei Wochen später vermeldete der Teichwirteverband, dass man sich über ein sehr erfolgreiches Jahr freut. Ein noch viel besseres als es letztes Jahr war…. aber trotzdem werden Tiere, dieser vom Aussterben bedrohten Art, zum Abschuss freigegeben.

Aber auch der Biber darf hierzulande geschossen werden. Und beim Wolf darf man abwarten, wie viele Geschichten noch auftauchen, bis dem Abschuss stattgegeben wird. Fakt ist, dass diesen Tieren 17 gerissene Schafe nachgewiesen wurden. Überfälle auf Menschen oder das Reißen von ganzen Rudeln sind jedenfalls frei erfunden und können der Kategorie „Der Wolf und die sieben Geislein“ zugefügt werden.

Aber auch die einzig heimische Schildkrötenart, die europäische Sumpfschildkröte, ist vom Aussterben bedroht. Früher galt sie als Fastenspeise und wurde gnadenlos gejagt. Jetzt gibt es nur mehr wenige unterhalb von Wien. Die nächste Bedrohung, neben dem Lebensraumverlust, ist ebenfalls von Menschenhand gemacht. Viele Schildkrötenbesitzer sind mit dem größer werdenten Tiere überfordert und setzen sie einfach aus. Es sind bereits tausende die sich an unseren Seen breitmachen. Deshalb wurden auch die Rot und Gelbwangenschildkröten auf die Liste der invasiven Tierarten gesetzt. Sie stellen ebenfalls eine Bedrohung für unsere Sumpfschildkröten dar.

Auch der Feldhase ist vom Aussterben bedroht. Aber trotzdem wurde er wieder in groß angelegten Treibjagden gnadenlos bejagt. Tausende mussten ihr Leben lassen und die Frage sei legitim, warum macht man das? Warum wird der Feldhase so gejagt? Zum regulieren der Population kann es sich bei einer von Aussterben bedrohte Tierart wohl nicht handeln. Also kann es sich nur um die pure Lust am Töten von hilflosen Mitlebewesen handeln. Und wenn es nicht so traurig wäre, wäre es ja fast zum Lachen. Aber es werden hundert tausende erschossen und die Jägerschaft fordert in Niederösterreich den Abschuss von Greifvögel, weil sie diese für den Rückgang der Hasen verantwortlich machen, ….. Greifvögel stehen ebenfalls unter Schutz….

RespekTurtle bekam von einer Veranstaltung mit, in der Werbung für die Großwildjagd gemacht wurde. Gemeinsam mit RespekTiere demonstrierte man vor Ort. Die Melker Bezirksblätter berichteten davon.

Für uns ist es eine Schande, dass solche Jagdreisen überhaupt angeboten werden dürfen. Hier werden Abschüsse von Geparden, Löwen, Bären, ….. aber auch Elefanten angeboten. Es ist beinahe schockierend, wie viele Leute sich bei dieser Vorstellung eingefunden hatten. Menschen zahlen viel Geld, damit ihnen ein Tier in sicherer Entfernung vor das Gewehr gestellt wird und erschießen dieses dann. Danach lässt man sich mit diesen Leichen fotografieren und ist auch  noch stolz…. also Stolz weil man mit einem Gewehr ein wehrloses und wunderschönes Tier ermordet hat. Für uns einfach nur unfassbar!!!

Und nun stellt sich die Frage, was passiert am Tag des Artenschutzes? Ist diese Gier der Menschen nach Fleisch oder die Geilheit ein wehrloses Lebewesen zu erschießen, überhaupt noch zu befriedigen? Oder sollten wir nicht gerade an diesem Tage in uns gehen und darüber nachdenken, was wir hier anrichten. Wenn nicht bald etwas passiert, werden unsere Kinder Tiere nur mehr in Bücher wiederfinden. Es sollte täglich „Tag des Artenschutzes“ sein, aber auch täglich sollten wir uns gegen die Menschen wehren, die an dieser Ausrottung verdienen. Und auch gegen die, die am Töten unschuldiger Lebewesen auch noch Spaß und Lust verspüren….

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