Vogelrettung, Danke!, Todesfall, Fund und Abgabetiere, Futtermittel

Immer öfter wird die Tierrettung RespekTurtle gerufen, um Vögel zu retten. Lebensraumverlust, Futter und Wasserknappheit, das Sterben der Insekten, das Mähen und die vergiftung unserer Böden macht es diesen Tieren besonders schwer. So werden immer dehydrierte oder extrem geschwächte Vögel gefunden. Aus Fels meldete sich gestern die Sandra. Sie fand eine Amsel in ihrem Garten vor und kontaktierte uns. Als wir den Vogel auf den Gnadenhof brachten, viel er bereits immer wieder um und schloss die Augen. Wir befürchteten das Schlimmste, waren aber erfreut, als er Stunden später auf dem obersten Ast saß. Die Amseldame erholt sich und wird von unserem Team bestmöglich versorgt.

 

Wir sagen mal wieder Danke! Danke an die Personen rund um „Onlineverkauf zu Gunsten dem Tierschutz“. Hier erhielten wir eine Hilfe von sage und schreibe 500!!!! Euro. Herzlichen Dank, seid alle herzlich gedrückt!!!

Auch unsere Babsi aus Kärnten ließ wieder von sich hören. Und wie….. ohne uns darüber zu informieren, sandte sie uns ein Paket zu über das wir uns soooooooo sehr freuten. Danke liebe Babsi!!!!

 

Die Medien berichten immer mehr und immer öfter über die invasiven Tierarten. Es wird also langsam ernst für die tausenden, ausgesetzten Trachemys Arten. Was aber die EU nicht bedenkt ist die Tatsache, dass es sich schon lange nicht mehr um ein alleiniges Problem der Trachemys geht, sondern schon vielmehr um ein Problem – Trachemys-Pseudemys-Graptemys handelt. Es sind nicht weniger dieser Arten als die der Trachemys in unseren Seen und Teichen zu finden. Und daher schocken solche Postsendungen…….

Wir wissen, wo auch diese Tiere in einigen Jahren wieder zu finden sein werden…..

 

 

Leider ist das Leben nicht immer fair….. so schön es auch ist, Lebewesen zu retten oder ihnen ein neues zuhause geben zu können, umso schlimmer ist es dann, wenn man mal nicht mehr helfen kann. Eine Familie aus Wien hatte eine Rotwangenschildkröte gefunden und zum Tierarzt gebracht. Nach mehreren Untersuchungen hielt er das Tier wohl für gesund. Die Familie kontaktierte uns und übergab uns die Schildkröte.

Aber schon bei der ersten Begutachtung vielen uns die trüben Augen und die Beläge im Hals auf. Das Tierärzteteam Hochleithner übernahm daraufhin die Untersuchungen und holte extrem viel von diesen Belägen aus dem Hals. Das Tier bekam Antibiotikum, aber es war leider zu spät. Das Tier verstarb nach wenigen Tagen, die Familie wurde informiert, und wir schickten sie in die Pathologie. Dort wurden extrem viele Entzündungen gefunden. Auch die Lunge war betroffen. Sie war dehydriert und auch unterernährt, was wahrscheinlich mit der Blindheit zu tun hatte. Die Lunge war hochgradig blutarm mit einem hochgradigen Ödem. Die Entzündungen stammen von degenerierten Follikel, was wahrscheinlich durch eine Legenot verursacht wurde.

Ruhe in Frieden kleiner Schatz…..

 

Es gibt auch jede Menge Neuzugänge, wobei wir anmerken müssen, dass es in nächster Zeit eng wird. Schaffen wir es nicht, ein Grundstück dazu zu bekommen, werden wir nächstes Jahr einen Aufnahmestop ausrufen müssen.

Eine Dame aus der Nähe von Wien brachte am Dienstag ihren Liebling. Sie hatte sich aufopfernd um das Tier gekümmert, wohnte aber in einer Wohnung und als sie ein größeres Aquarium aufstellen wollte, schob ihr die Genossenschaft einen Riegel vor. Die Statik der Wohnungen lässt keine größeren Aquarien zu. Da sie aber für das Tier nur das Beste wollte, fand sie uns im Internet und kam mit dem Tier vorbei. Es war ein tränenreicher und wirklich herzzerreißender Abschied… Man merkt eben sehr schnell, ob Menschen ihre Tiere wirklich lieben, oder ob sie ihnen im Weg waren.

Aber auch hier wurde der Dame erklärt, dass sie eine Gelbwange habe. Anscheinend werden in Österreich alle Schildkröten als Gelbwangen verkauft. Hierbei handelt es sich allerdings, wie so oft, um eine Pseudemys Art. Was essenziell ist bei der Überwinterung. (Trachemys 4 Grad, Pseudemys 12 Grad)

Eine Gelbwange wurde allerdings in Langenlois gefunden. Dem Finder wurde unser Gnadenhof genannt und Freunde brachten das Tier zu uns. Die Kotproben wurden ausgewertet und es fanden sich massenhaft Darmparasiten vor.

Eimeria sp. ++++
Nativausstrich: Flagellaten vom Trichomonastyp ++

Darmpassanetn: zahlreiche Gameotzysten von Monocystis sp. (Regenwurmparasiten) Aufgrund der hohen Darmparasiten wurde das Tier bereits zum ersten mal entwurmt. Auffällig, weil noch keine Schildkröte bisher Regenwurmparasiten in sich hatte, was aber für die Schildkröte kein Problem darstellt. Da es in Langenlois in einem Bach gefunden wurde, liegt es nahe, dass das Tier infizierte Regenwümer gefressen hatte.

Danke, dass ihr euch den Tieren annehmt‘!!!!

 

Aber wir dürfen auch erfreut vermelden, dass wir ein neues zuhause für vier männliche Landschildkröten gefunden haben. Die Familie Lehner aus Wien übernahm die zwei ausgesetzten Tiere aus dem 21. Bezirk, das Fundtier aus Bruck und ein Fundtier aus Krems. Wir sagen Danke und wünschen der Familie und natürlich auch den Tieren, alles, alles Liebe und Gute!!

 

Zuguterletzt möchten wir noch das Thema Futtermittel erwähnen. Einzig bei unseren Landschildkröten wird die Futterbesorgung durch die Hitze, das Mähen, die vielen Straßen wo Pflanzen die Abgase aufnehmen und natürlich die Äcker, die mit giftigen Spritzmittel besprüht werden, immer schwieriger. Unsere Leute sind beinahe täglich bis zu einenthalb Stunden unterwegs, um Futtermittel zu besorgen. Wir bauen auch schon selber an, dürfen bei Nachbarn die selten hier sind, die Gärten plündern und bekommen auch die Bioabfälle vom Billa. Unsere Silvia aus Krems hat sogar mehrere Hochbeete voll mit Kräuter und Salaten für unsere Tiere. Aber alles in allem ist einfach zu wenig und so sind wir ständig auf der Suche.

 

Auch wenn wir den ganzen Tag über suchen müssen, würden wir das machen. Trotzdem wenden wir uns mit diesem Problem an euch. Vielleicht habt ihr selbst einen Garten der nicht gemäht wird, und wo ihr uns Futtermittel zukommen lassen würdet. Oder vielleicht wisst ihr Stellen, wo es nebenbei keinen Verkehr gibt und nicht gespritzt wird. Natürlich sollte dies in einem kleinen Umkreis unseres Gnadenhofes sein. Wenn ihr uns helfen könnt, dann würden wir uns über jede einzelne Futterspende mehr als freuen!