Neuankömmlinge, Treibjagden – Sinn oder Unsinn, Pelzdemo VGT

Eine Familie aus Wien hatte uns kontaktiert. Der Besitzer einer griechischen Landschildkröte war zum Pflegefall geworden und konnte sein geliebtes Tier nicht mehr halten. Sie wird auf 40 bis 50 Jahre geschätzt und hielt anscheinend noch niemals einen Winterschlaf.

Um Leber und Nieren zu kontrollieren wurde Blut abgenommen, dazu der Schnabel gekürzt. Natürlich wurde auch dieses Tier auf Mykoplasmen und Herpes getestet. Hier gilt es aber jetzt, die Testergebnisse abzuwarten. Diese Ergebnisse müssen wir auch abwarten um zu sehen, ob wir das Tier überhaupt in die Starre versetzten zu können.

Aus Innsbruck hatten wir schon vor einiger Zeit einen Hilferuf erhalten. Eine junge Dame hatte sich einer Gelbwangenschildkröte angenommen, musste aber jetzt auch feststellen, dass ein Aquarium kein geeigneter Platz für ein immer größer werdendes Tier ist. Die Nadja aus Tirol machte mit ihrem Freund einen Kurzurlaub in Tschechien, übernahm das Tier und brachte es zu uns. In gemeinsamer Arbeit von verschiedenen Personen werden wir auch diesem Tier, ein möglichst artgerechtes Leben bieten.

Mit den Beiden durften wir auch die ersten Tiroler auf unserem Gnadenhof Willkommen heißen! Wir haben uns sehr gefreut, nicht nur, dass sie die Schildkröte so lange transportiert haben, sondern auch über ihren Besuch!!

 

Wir sind nicht nur ein Schildkrötenverein. Unser Slogan – Jedes Leben zählt, sollte für sich sprechen. Wir verabscheuen jede Gewalt, egal ob gegen Tier oder Mensch. Ein Thema das uns seit Jahren fassungslos macht, sind die um diese Jahreszeiten durchgeführten Treibjagden. Der Herbst könnte so schön sein, man könnte in Ruhe und Frieden spazieren gehen und dem herabfallenden Laub lauschen. Leider wird diese vorweihnachtliche Stimmung sehr schnell von Hundegebell, gröllenden Menschen und Schüssen getrübt. Überall kann man sie wieder beobachten – die Treibjagden.

Seit vielen Jahren wird von der Jägerschaft publiziert, dass man das Niederwild schützen muss, ja, es wird sogar der Abschuss von geschützten Greifvögel gefordert.

Wie kann man sich als Tierschützer aufspielen,  Schutz für diese Tiere fordern, aber im nächsten Moment genau diese Tiere tötet? Und zwar so groß angelegt, dass sich die Bestände von Hasen oder Rebhühner kaum mehr von selbst erholen werden? Ist das nicht heuchlerisch? In vielen Teilen Europas stehen diese Tiere bereits auf der roten Liste. In Teilen Deutschlands ist der Feldhase vom Aussterben bedroht.

Warum werden diese Treibjagden also durchgeführt? Zum regulieren des Bestandes kann es ja nicht sein.

Da wir heute auf zwei Treibjagden in unmittelbarer Nähe trafen, sprachen wir die Jäger darauf an. Unsere Frage war, ob dies der vielgepriesene Schutz des Niederwild sei. Die Antwort war, sie müssen das machen, es wird von den Bauern verlangt. Wir fragten, warum überhaupt Hasen oder Rebhühner gejagt werden, was können die groß anstellen? Richten sie so große Schäden an? Hierauf wurde gesagt, dass müsse ich auch die Bauern fragen.

Für uns ist es eine Schande die letzten verbleibenden Wildtiere so stark zu bejagen, das sich die Bestände nicht mehr erholen können. Sie stehen bereits kurz vor der Ausrottung. Wie viele Hasen konnte man früher beobachten wie sie verspielt über unsere Felder liefen? Und heute? Heute werden diese Felder von dutzenden Jäger umkreist und jedes Leben sofort ausgelöscht. Ist das der Sinn? Wo ist der Respekt gegenüber dem Tier?

Es ist für uns völlig unverständlich, dass hier die Jäger nicht von selbst aufhören, diese Tiere zu bejagen. Müssen erst immer Gesetze alles regeln und für den Schutz unserer Hasen Rebhühner und Co. einstehen? Wenn man sich Artenschützer oder sogar Tierschützer nennt, sollte man die Falschheit seines Handelns von selbst erkennen….. in einem mörderischen Treiben, dass sich sogar noch Sport schimpft

 

RespekTurtle steht aber auch zum Verbot des Verkaufes von Echtpelz. Es sind unsagbare Qualen, die diese Tiere mitmachen müssen. Und noch dazu für etwas, dass wir überhaupt nicht brauchen würden – für Pelz.

Ein Mitarbeiter von RespekTurtle hatte zwei Jahre als EU Angestellter gearbeitet und war auch in Straßburg im Parlament. Es ist schon unfassbar wir hier mit Lobbys gearbeitet wird. Tische im Parlament wo die Pelzlobby ihre Pelze ausstellt und auch gleich Mützen an die Politiker verteilt. Mit Zeitschriften und Werbung die von Falschheit nur so trotzen. So werden in etwa Nerze gezeigt, die sich in Ställen im frischen Stroh wälzen. Niemand erwähnt dabei aber, dass Nerze eigentlich Wassertiere sind…..

 

So möchten wir uns beim VGT bedanken. Der VGT hat, wie immer, eine wunderbare Demo gegen Pelz für den heutigen Tage organisiert und gemeldet. Wir sagen danke, dass wir dabei sein durften!!!