Kommunikation von Meeresschildkröten

Eigentlich unglaublich, dass wir zum Mond fliegen können, aber über die Kommunikation zwischen Schildkröten fast gar nichts wissen….

Vor ein paar Tagen lief eine wundervolle Dokumentation auf Arte. Die brasilianische Schildkrötenexpertin Camila Ferrera hat in Studien nachgewiesen, dass die geschlüpften Schildkrötenjungen offenbar akustische Anweisungen von ihren Elterntieren erhalten.

Ja, sogar schon während sich die Tiere noch im Ei befanden, konnten akustische Laute aufgezeichnet werden. Es gab einen Laut und danach begannen sich Tiere in den unteren Eieren gleichzeitig zu bewegen, um auch gleichzeitig wieder damit aufzuhören.

Immer wieder, solange bis die Eier (unten an den Bilder zu erkennen) zerstört und die Tiere rausgekrochen kamen. Danach begannen die Jungtiere in den nächsten Eibeständen zu reagieren. Als dann alle Tiere aus den Eiern geschlüpft waren, entstand ein Hohlraum zwischen den Tieren und den Sand. Durch diesen Hohlraum gruben sich die Tiere nach oben.

Die Embryonen kommunizieren, mit ihren Elterntieren und untereinander. Offenbar machen sie das, um zu gewährleisten, dass alle zur gleichen Zeit schlüpfen. Denn der Weg ins Wasser ist gefährlich und in der Masse sind sie ihren Feinden nicht so hilflos ausgeliefert.

 

Fehlt die Unterstützung der Elterntiere, finden sich die Kleinen nicht zurecht.

Man hatte auch Eier abgesammelt und versucht, sie künstlich auszubrüten. Allerdings fanden sich die Tiere anschließend nicht zurecht. Ihnen fehlte das Wissen der Elterntiere und schafften es nicht, sich in Regionen zu begeben, in der sie überleben können.

Offenbar verfügt jede Schildkrötenart über ihre ganz individuelle Sprache.