Gemischte Gefühle nach Einsatz in Tirol

Vor kurzer Zeit wurden wir darüber informiert, dass eine Tierschützerin in Tirol mit ihrer Arbeit überfordert wurde und 50 Chinchallas, 60 Meerschweinchen, sowie 30 Kaninchen ein neues zuhause suchen. Natürlich wollten wir auch hier helfen und kontaktierten die Tierhilfe Hollabrunn sowie den Verein 3 Engel für vier Pfoten. Die Obfrau Jaqueline von 3 Engel für vier Pfoten hat irrsinnig gute und weitreichende Kontakte und so fand sich sehr schnell eine Liste vor, wo die Tiere artgerecht untergebracht werden konnten.

Dazu meldete sich auch ein Chinchiallaverein aus Deutschland die uns ebenso unterstützen wollten. Wir wussten ja auch nicht wie der Gesundheitszustand der Tiere war, waren aber begeistert, dass sich die Tierklinik Strebersdorf sehr schnell meldete, um Tiere zu versorgen und kastrieren. Es war so schön und toll zu sehen, wie schnell hier dutzende Vereine zusammen hielten und halfen.

Gemeinsam mit 3 Engel für vier Pfoten starteten wir also am Freitag Nachmittag und kamen am Abend im verschneiten Innsbruck an.

Am nächsten Morgen starteten wir dann von Innsbruck ins Zillertal zu der besagten Dame namens Marga. Marga empfing uns sehr freundlich und wir begannen die Chinchillas einzusammeln und in Transportkäfigen unterzubringen. Dabei war auch Anja, eine junge Dame die Marga immer wieder beim ausmisten hilft und die Tochter von Marga. Die Ställe waren gepflegt und frisch ausgemistet, aber eben viel zu klein um so eine Menge an Tieren unterzubringen. Umso überraschter waren wir, als uns plötzlich gesagt wurde, dass wir keine Kaninchen mitnehmen durften. Immerhin kamen wir in friedlicher Absicht nach einem Hilferuf. Die vorhandenen Ställe sind höchstens als „Kurzzeitnotlösung“ zu sehen, aber sicherlich keine dauerhafte Unterbringungsmöglichkeit für diese Tiere. Wir wollten helfen, hofften, dass die Tiere bereits am Sonntag unter freiem Himmel einfach einmal richtig laufen und graben könnten und die Sonne spüren. Marga schien davon nicht ganz abgeneigt zu sein, aber ihre Tochter sprach sich dagegen aus. Für uns unverständlich da wir alles organisiert und ausgemacht hatten. Letztendlich durften wir dann 15 Meerschweinchen und ein Kaninchen mitnehmen.

Es war für keinen einfach die Tiere nach 1000 km Autofahrt, nach Einteilungen der verschiedensten Vereinen, nach Ausmachen von Fahrtdiensten, allen wieder absagen zu müssen und die Tiere zurück zu lassen. Marga wäre gut geraten ihren Bestand zumindest auf ein drittel zu reduzieren und die Käfige um zwei drittel zu vergrößern.

So traten wir also die Heimreise wieder an. Mit im Gepäck 43 Chinchallas. Auch hier blieben um die zwanzig Tiere zurück.

Die Heimreise gestaltete sich schwieriger als gedacht. Zwischen Staus und zwei Grenzübergängen lief uns die Zeit davon und die Tierheime wollten bereits zusperren. So kamen wir erst gegen 17 Uhr in St.Pölten an wo bereits ein Fahrdienst wartete, der die Tiere nach Graz brachte. Jaqueline hatte alles perfekt organisiert.

Wir danken all den Vereinen die hier ihre Hilfe angeboten haben.

7 Chinchillas und 3 Meerschweinchen kamen im Haus der Tiere in Tirol unter.

5 Meerschweinchen wurden im Tierheim Wörgl in Tirol untergebracht.

9 Chinchillas nahm der Wiener Tierschutzverein auf.

27 Chinchillas teilt sich das Tierheim Purzel und Vicky mit Susanne und ihren Erlebnispferdehof auf.

9 Meerschweinchen und das Kaninchen bringt bleiben beim Verein 3 Engel für vier Pfoten.