Markus Posts

Autor: Markus

Gemischte Gefühle nach Einsatz in Tirol

Vor kurzer Zeit wurden wir darüber informiert, dass eine Tierschützerin in Tirol mit ihrer Arbeit überfordert wurde und 50 Chinchallas, 60 Meerschweinchen, sowie 30 Kaninchen ein neues zuhause suchen. Natürlich wollten wir auch hier helfen und kontaktierten die Tierhilfe Hollabrunn sowie den Verein 3 Engel für vier Pfoten. Die Obfrau Jaqueline von 3 Engel für vier Pfoten hat irrsinnig gute und weitreichende Kontakte und so fand sich sehr schnell eine Liste vor, wo die Tiere artgerecht untergebracht werden konnten.

Dazu meldete sich auch ein Chinchiallaverein aus Deutschland die uns ebenso unterstützen wollten. Wir wussten ja auch nicht wie der Gesundheitszustand der Tiere war, waren aber begeistert, dass sich die Tierklinik Strebersdorf sehr schnell meldete, um Tiere zu versorgen und kastrieren. Es war so schön und toll zu sehen, wie schnell hier dutzende Vereine zusammen hielten und halfen.

Gemeinsam mit 3 Engel für vier Pfoten starteten wir also am Freitag Nachmittag und kamen am Abend im verschneiten Innsbruck an.

Am nächsten Morgen starteten wir dann von Innsbruck ins Zillertal zu der besagten Dame namens Marga. Marga empfing uns sehr freundlich und wir begannen die Chinchillas einzusammeln und in Transportkäfigen unterzubringen. Dabei war auch Anja, eine junge Dame die Marga immer wieder beim ausmisten hilft und die Tochter von Marga. Die Ställe waren gepflegt und frisch ausgemistet, aber eben viel zu klein um so eine Menge an Tieren unterzubringen. Umso überraschter waren wir, als uns plötzlich gesagt wurde, dass wir keine Kaninchen mitnehmen durften. Immerhin kamen wir in friedlicher Absicht nach einem Hilferuf. Die vorhandenen Ställe sind höchstens als „Kurzzeitnotlösung“ zu sehen, aber sicherlich keine dauerhafte Unterbringungsmöglichkeit für diese Tiere. Wir wollten helfen, hofften, dass die Tiere bereits am Sonntag unter freiem Himmel einfach einmal richtig laufen und graben könnten und die Sonne spüren. Marga schien davon nicht ganz abgeneigt zu sein, aber ihre Tochter sprach sich dagegen aus. Für uns unverständlich da wir alles organisiert und ausgemacht hatten. Letztendlich durften wir dann 15 Meerschweinchen und ein Kaninchen mitnehmen.

Es war für keinen einfach die Tiere nach 1000 km Autofahrt, nach Einteilungen der verschiedensten Vereinen, nach Ausmachen von Fahrtdiensten, allen wieder absagen zu müssen und die Tiere zurück zu lassen. Marga wäre gut geraten ihren Bestand zumindest auf ein drittel zu reduzieren und die Käfige um zwei drittel zu vergrößern.

So traten wir also die Heimreise wieder an. Mit im Gepäck 43 Chinchallas. Auch hier blieben um die zwanzig Tiere zurück.

Die Heimreise gestaltete sich schwieriger als gedacht. Zwischen Staus und zwei Grenzübergängen lief uns die Zeit davon und die Tierheime wollten bereits zusperren. So kamen wir erst gegen 17 Uhr in St.Pölten an wo bereits ein Fahrdienst wartete, der die Tiere nach Graz brachte. Jaqueline hatte alles perfekt organisiert.

Wir danken all den Vereinen die hier ihre Hilfe angeboten haben.

7 Chinchillas und 3 Meerschweinchen kamen im Haus der Tiere in Tirol unter.

5 Meerschweinchen wurden im Tierheim Wörgl in Tirol untergebracht.

9 Chinchillas nahm der Wiener Tierschutzverein auf.

27 Chinchillas teilt sich das Tierheim Purzel und Vicky mit Susanne und ihren Erlebnispferdehof auf.

9 Meerschweinchen und das Kaninchen bringt bleiben beim Verein 3 Engel für vier Pfoten.

Schildkröten/Papageien, Umbauarbeiten, Danke!!

Wir erhalten zurzeit jede Menge Anfragen bezüglich einer Übernahme von den verschiedensten Tieren. Hunde, Katzen, Papageien, Echsen und sehr viele Schildkröten. Darauf sind wir leider nicht ausgerichtet und wir können zwar Vermitteln helfen, aber nicht alle Tiere aufnehmen. So leid es uns tut, aber helfen werden wir allen versuchen.

Diese Woche kamen vier Jungtiere von Gelbkopfschildkröten ( Indotestudo elongata ) hier an. Leider war schnell ersichtlich, dass auch diese Tiere an Mykoplasmen leiden. Auch zwei griechische Landschildkröten, eine Breitrand und zwei Moschusschildkröten wurden übernommen. Natürlich werden diese Tiere vorerst in Quarantäne gesetzt und tierärztlich untersucht.

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Die Starre ist, speziell bei den Wasserschildkröten, nicht immer unproblematisch. Eine Hieroglyphenschildkröte leidet unter einer Lungenentzündung und bekam Antibiotika. Dabei fand man auch eine angehende Panzerfäule die behandelt wurde.

Für die Umzäunung unseres neuen Grundstückes müssen wir noch auf das Vermessungsamt und die Zusage der Gemeinde warten. In der Zwischenzeit wird ein Stück Zaun neben unserer Teichanlage erneuert.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Marcus bedanken. Aus Vorarlberg erhielten wir einen Anruf. Leider erkrankte der Besitzer von zwei Graupapageien schwer und suchte einen neuen Platz für die Beiden. Marcus bot sich an um die Tiere nach einem Arbeitseinsatz mitzunehmen. Wir danken von ganzem Herzen.

Wir möchten uns auch von ganzem Herzen bei unseren neuen Paten bedanken! Vielen herzlichen Dank!!

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei Ines und Daniel aus Pasching. Sie schickten uns ein Paket voll mit Spenden! Vielen lieben Dank!!

Unsere Silvia überreichte unseren Obmann zum Geburtstag eine wundervolle Überraschung. Schon vorrausblickend auf das neue Grundstück bestellte sie bei Thorsten Geier aus Deutschland Samen zum Anbau von Futtermittel für unsere Tiere. Herzlichen Dank!!

Auch euch möchten wir herzlich Danken! Bei der Geburtstagsspendenaktion für unseren Obmann kamen beinahe 1200 Euro zusammen. Ein weiterer großer Schritt für unser Vorhaben. Danke, danke, danke!!

Jahresrückblick

Was war das für ein unglaubliches Jahr….

Begonnen hatte schon alles mit der Wahl zum Niederösterreicher des Jahres. Durch unser Projekt und eure unglaubliche Unterstützung, durften wir diesen Titel einfahren und bekamen innerhalb von nur zwei Wochen, unglaubliche 21.000 Stimmen. Nochmals vielen Dank dafür!!

Wie im letzten Jahr besuchte uns im Frühling wieder der ORF. Wir danken für die herzliche Berichterstattung!

Auch bei den Zeitungen möchten wir uns für die vielen Berichterstattungen bedanken!

Ganze 237 Schildkröten fanden im Jahre 2019 zu uns. Im Gegensatz dazu standen 63 Schildkröten, die wir auf gute Plätze vermitteln konnten. Diese unglaublichen Zahlen haben uns dann auch bewegt, um nach einem größeren Grundstück ausschau zu halten. Aber dazu etwas später.

RespekTurtle möchte natürlich auch immer dazu lernen. Deshalb sind wir sehr froh und dankbar, vom ISV mit offenen Armen empfangen worden zu sein, und immer wieder dazu lernen zu können. Aber wir besuchten auch andere Einrichtungen um zu sehen, wie dort gearbeitet wird. Deshalb besuchten wir im Juni Einrichtungen in München und in der Schweiz.

München war ein Tagesausflug und wir sind sehr dankbar, dass man uns dort Einblicke in deren Arbeit gestattete.

Einige Tage später besuchten wir Marc Ducotterd im Emys Centre in Chavornay, in der Schweiz. Eine Auffangstation für Schildkröten in der auch seltene Schildkröten gezüchtet werden. Beinahe 2500 Schildkröten haben dort auf über 3000 Quadratmeter ein neues zuhause gefunden. Kostenpunkt dieser Anlage liegt bei 2 Millionen Euro.

Ein unglaublich großer Schritt gelang uns im Spätherbst. Wir konnten unseren Tieren ein Grundstück mit beinahe 2000 Quadratmeter dazu kaufen. Aufgrund der hohen Anzahl an Abgabe oder Beschlagnahmten Tieren war dies mehr als nötig. Hier sollen riesige Volieren für unsere Papageien, Teiche sowie Landflächen für unsere Schildkröten entstehen.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an dieses wundervolle Tierärzteteam Hochleithner in Strebersdorf. Kein Problem ist hier zu groß und viele Tiere konnten mit ihrer Hilfe gerettet werden!!

Herzlich bedanken möchten wir uns auch wieder beim ISV. Aber auch beim ÖGH wo wir uns bei einem Vortrag vorstellen, und über unsere Arbeit berichten durften.

Herzlich bedanken möchten wir uns auch bei den vielen Vereinen mit denen wir das ganze Jahr über zusammen arbeiten dürfen. Verschiedene Vereine die sich auf Hunde, Katzen, Geflügel, Fledermäuse, Kaninchen oder Reptilien spezialisiert haben. So ist es möglich, gemeinsam zu agieren und zu helfen und bei Beschlagnahmungen miteinander aufzutreten. Das ist einfach genial und wirklich toll. So konnten wir viele Tiere das ganze Jahr über artgerecht unterbringen.

Wir möchten uns auch bei allen Freunden und Bekannten bedanken die uns das ganze Jahr über so unglaublich toll unterstützt haben. Auch für die unzähligen lieben und tollen Geschenken!!

Herzlich bedanken möchten wir uns bei der Gruppe Schildkröte entlaufen-vermisst-gefunden bedanken. Unglaublich engagierte Menschen die ehrenamtlich sooooo viele Besitzer mit ihren Tieren wieder vereinen. Unser allergrößter Respekt! Dazu kommt auch der Schildkrötenflohmarkt wo immer wieder so wahnsinnig toll für uns gesammelt wird. Ihr seid ein Wahnsinn! Vielen lieben Dank!!

Als Obmann von RespekTurtle möchte ich mich bei unserem Team bedanken!!

Unser Team ist unglaublich toll besetzt. Silvia kreiert unglaubliche Fan Artikel und ist eine große, finanzielle Hilfe für unseren Verein. Dazu sind allesamt mit extremen Engagement dabei. Ich kann nur danke sagen, danke für ein unglaubliches Jahr und danke für dieses tolle und liebevolle Team!!

Wir bedanken uns bei allen Paten, Mitgliedern, Spendern, Lesern und all den Besuchern übers ganze Jahr! Herzlichen Dank!!!

Wir wünschen alles Liebe, Gesundheit und einen tollen Rutsch ins neue Jahr!!

Die Jagd, Artenkiller Nr. 2

Es ist schon eigenartig wie wir Europäer auf Bilder reagieren, die Massentötungen von Tieren, wie etwa in Asien, zeigen. Die Jagd nach dem Fleisch und dem Panzer von Schildkröten, gemeinsam mit dem Lebensraumverlust, hat es mittlerweile geschafft, dass etwa 60 Prozent aller Schildkrötenarten vom Aussterben bedroht sind. Damit sind Schildkröten die bedrohteste Tierart weltweit.

Wir kennen die Bilder aus Asien und beschweren uns. Aber nicht viele Menschen wissen, dass die Jagd nach Schildkrötenfleisch auch hier bei uns vollzogen wurde. Die europäische Sumpfschildkröte wurde einst als Fastenspeise gesehen und eigentlich ausgerottet. Es gibt hier in Österreich nur mehr einen Bestand im Osten Österreichs der von einigen beherzten Menschen beschützt und versorgt wird.

In Österreich wurden erschreckende Zahlen publik gemacht, die vor allem unser Niederwild betreffen. Die Bestände von Feldhasen sind um beinahe zwei Drittel zurück gegangen, die von Fasanen um drei Viertel und Rebhühner findet man fast keine mehr. Und was macht die Jägerschaft? Also die Leute, die sich ja so rührend um die Tiere kümmern? Sie jagen sie weiter. Dies ist ein unglaubliches Verbrechen an unseren Wildtieren. Dazu würde sich ein demokratisches Österreich mit großer Mehrheit gegen dieses sinnlose Töten stellen.

Wie sinnlos und kontraproduktiv das Ganze ist zeigt sich an unseren Wildschweinen. Obwohl seit Jahrzehnten Wissenschaftler dieses Problem als Hausgemacht erkennen, wird weiter gejagt und Jahr für Jahr wird über die Problematik diskutiert, dass es mehr und mehr dieser Tiere gibt. Wissenschaftler haben längst erkannt, dass sich diese Tiere hauptsächlich wegen der Jagd so sehr vermehren. Wo sie früher nur einmal jährlich Junge bekamen, bekommen sie heutzutage bereits dreimal jährlich Junge.

Auch unsere Fuchsbestände werden gnadenlos bejagt. Hier gibt es Erkenntnisse aus zb. Luxemburg wo es seit Jahren ein Fuchsjagdverbot gibt. Dort vergrößern sich die Bestände kein bisschen und es gibt um 50 Prozent weniger Krankheiten, als in Gebieten wo sie bejagt werden.

Konfrontiert man die Jägerschaft mit diesen Zahlen sprechen sie davon, dass man ja keine Ahnung hat. Den Jagdschein kann man in einem zwei Wochen Kurs machen, Wissenschaftliche Studien befassen sich wirklich damit und das geht jahrzehntelang zurück. Also was bedeutet keine Ahnung.

Und weil das Niederwild so extrem Rückgängig ist, hat jetzt der Niederösterreichische Landesjägermeister Josef Pröll zu einen Infoabend geladen. Um die 300 Jäger versammelten sich um etwas gegen diese Problematik zu tun. Und das unvorstellbare, es ging nur um die Abschusszahlen. Kein einziges Wort darüber, dass es hier um Lebewesen geht, die kurz vor dem Aussterben stehen. Brisant ist dieThematik rund um die Rebhühner. Sie sind am Stärksten bedroht und in dieser Versammlung wurde es tituliert als „beinahe nicht mehr jagbar“. Also kein Wort darüber, dass es hier um heimische Tiere geht die zu schützen sind. Nein, sie sind beinahe nicht mehr jagbar….

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Jeder normal denkende Mensch würde wohl sagen, ok, wenn wir nur mehr so wenige Tiere haben, dann setzen wir die Jagd aus. Nicht so die Jägerschaft. Natürlich ist der Lebensraumverlust dieser Tiere eine große Belastung, aber die Abschusszahlen sprechen Bände. Wie kann man eine Sitzung einberufen um um den Wildtierbestand anzukreiden, aber trotzdem 38.900 Feldhasen tötet? Ja man gibt auch den Raubtieren Schuld und fordert, dass man auch gefährdete Raubvögel, Falken, Bussarde, Adler, aber auch Füchse, Hauskatzen und Marder, intensiver bejagen darf. Würde man die Jagd auf die Raubtiere aussetzen wäre wohl die Jagd auf das Niederwild unnötig. Und wer möchte das schon….

Speziell im Weinviertel kämpfen Organisationen um diese geschützten Raubvögel. Seit vielen Jahren werden hier diese Tiere illegalerweise erschossen oder vergiftet. Man publiziert aber nicht, dass das Futter dieser Tiere zu 98 Prozent aus Mäusen und Ratten besteht. Und im nächsten Jahr erwartet uns dann wieder eine unfassbare Mäuseplage wie wir sie bereits heuer schon hatten.

Aber der Zeitung war es einen großen Artikel wert, weil Josef Pröll in Absdorf einen Strauch pflanzte. Einen Strauch in dem sich dann Feldhasen verstecken und vermehren können um die Abschusszahlen zu erhöhen. Peinlicherweise wird dies sogar als äußerst erfolgreiche Aktion kommentiert…

Aber die Jagd ist nicht nur für die Tiere gefährlich. Alleine in Italien gab es die letzten 10 Jahre 220 Tote, in Deutschland sind es sogar mehr als 300 tote Personen. Dazu wird auch auf die Umwelt kaum geachtet. Tonnenweise wird hochgiftiges Blei in unseren Wäldern verschossen.

Dass der Verbiss in unseren Jungwäldern durch die Jagd mehr und mehr wird, steht außer Frage. Und was fordert die Jägerschaft jetzt? Das Jagen mit Nachtsichtgeräten. Was vor einigen Jahren noch unvorstellbar war, könnte jetzt Wirklichkeit werden. Es gab ein Gesetz, dass in der Nacht nicht gejagt werden soll, damit sich die Tiere erholen können. Doch daran halten sich die Jäger nicht. Sie jagen Tag und Nacht und die Tiere verbrauchen dadurch sehr viel Energie und brauchen dementsprechend zu fressen. Also auch der Verbiss in den Wäldern geht auf die Kappe der Jägerschaft.

Aber was sagen Biologen, Zoologen, Wissenschaftler und Berufsjäger zu dem Ganzen?

Christian Lorenz  Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Ragnar Kinzelbach, Zoologe an der Universität Rostock, ist überzeugt: »Die Jagd ist überflüssig. Wenn man sie einstellt, regulieren sich die Bestände von allein.« (Süddeutsche Zeitung, 28.01.2009)

Jagd ist nicht nur überflüssig, sondern sogar contraproduktiv: Obwohl in Deutschland so viele Wildschweine geschossen werden, wie noch nie seit Beginn Aufzeichnungen in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, steigt ihre Anzahl immer weiter. Denn so paradox es klingen mag: Je mehr Jagd auf Wildschweine gemacht wird, um so stärker vermehren sie sich. Eine Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis: Starke Bejagung führt zu einer

deutlich höheren Fortpflanzung und stimuliert die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen. (Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009)

Jagd provoziert vielfach erst so genannte Wildschäden und den »Verbiss« im Wald. Rehe sind von ihrer Natur her Bewohner von Wiesen und dem Waldrand. Die Jagd treibt die Tiere in den Wald hinein, wo sie dann keine – für sie lebenswichtigen – Gräser und Kräuter finden und ihnen nichts anderes bleibt, als an Knospen zu knabbern. Zudem werden die Tiere durch die Jagd unnötig aufgescheucht, was ihren Nahrungsbedarf und damit die Fraßschäden oft weiter erhöht.

Die Jagd auf Füchse versuchen die Jäger gegenüber der Öffentlichkeit mit zwei Argumenten zu rechtfertigen: dem Schutz der Bevölkerung vor Tollwut und Fuchsbandwurm. Der Haken daran: Deutschland gilt seit 2008 nach den internationalen Kriterien der »Weltorganisation für Tiergesundheit« als tollwutfrei. Und: Seit Jahren weisen Forscher darauf hin, dass die Angst vor dem Fuchsbandwurm übertrieben ist. In Deutschland ist kein einziger Fall einer Infektion über Waldbeeren dokumentiert.

Der renommierte Ökologie- und Evolutionsbiologe Prof. Dr. Josef Reichholf kam bei seinen langjährigen Forschungen zu dem Ergebnis, dass die Jagd – nach der industriellen Landwirtschaft – der »Artenfeind Nr. 2« ist.

„Seit dem Jagdverbot auf Füchse wurde der Fuchsbandwurm immer wieder thematisiert. Der seltene, aber für Menschen sehr gefährliche Wurmbefall wurde von der Jägerschaft immer wieder als Argument ins Felde geführt, um die Jagd auf den Fuchs wieder einzuführen. In einer parlamentarische Frage stellt die Abgeordnete Martine Hansen (CSV) die Ergebnisse einer dreijährigen, groß angelegten Studie rund um die französische Stadt Nancy in Frage. Sie wurde im November vergangenen Jahres veröffentlicht.

Die Studie war zum Schluss gekommen, dass der systematische Abschuss von rund 1000 Füchsen nach drei Jahren zu einem Anstieg der Population führte, dies im Vergleich zu einem nicht-bejagten Gebiet. Zudem stieg auch die Infektionsrate der Füchse mit dem gefährlichen Bandwurm von 40 auf 50 bis 75 Prozent.“

Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550.000 Stück. Im Jagdjahr 2014/15 wurden alleine in Deutschland 520.623 Wildschweine erlegt. »Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können«, heißt es in WILD UND HUND 9/2014. Deutlicher könnte das Eingeständnis der Jäger nicht sein: Jagd kann Wildschweine nicht regulieren. Das Gegenteil ist der Fall: Jagd führt zur unkontrollierten Vermehrung von Wildschweinen.

Der renommierte Zoologe und Ökologe Prof. Dr. Josef H. Reichholf, der an der Technischen Universität und der Ludwig-Maximilians-Universität München lehrte und Leiter der Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München war, stellt fest: »Jagd reguliert nicht. Sie schafft überhöhte und unterdrückte Bestände.«

»Die enormen Wildschweinbestände sind zum großen Teil ein hausgemachtes Problem«, sagt Elisabeth Emmert, Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbands. Die Ausbreitung des Schwarzwilds sei den Jagdpächtern lange willkommen gewesen. Große Mengen an Futter seien über Jahrzehnte in die Wälder gebracht worden. »Wenn man immer viele Schweine zum Schießen hat, ist das natürlich etwas Schönes.« (in: DIE ZEIT 13/2009)

Norbert Happ, der bekannteste deutsche Wildschweinkenner – selber Jäger – prangere schon vor Jahren an an: »Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht«. Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich: »Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten«, so Happ. (Jägerzeitung »Wild und Hund«, 23/2002)

Wildmeister Gerold Wandel kritisiert: »Jetzt werden die Sauen wirklich wehrhaft! Sie wehren sich mit einer unglaublichen Zuwachsdynamik gegen den falschen, asozialen Abschuss in den Altersklassen… Diese Fehlabschüsse führen bekanntlich zur unbehinderten Vermehrung des Schwarzwildes. Wollen wir wirklich die Vermehrung noch stoppen, dann müsste unter anderem für drei Jahre der Abschuss der Keiler und großen Bachen untersagt werden. Das wäre dann ein realer Schutz der wichtigsten Leitbachen, sie würden wieder eine soziale Ordnung in den Wildbestand bringen. Aber hat die Jagd noch die Kraft, wildbiologische Erkenntnisse durchzusetzen – oder lässt sie sich in die Schädlingsbekämpfung treiben?« (Jagdzeitschrift PIRSCH 1/2004)

Helmut Hilpisch, Berufsjäger in Diensten der Hövel’schen Rentei, sieht Fehler in der Jagd und Politik: Wildschweine regulieren ihren Bestand selbst – zumindest dann, wenn sie in intaken Familien­verbänden unterwegs sind. Dann sorgt ihr Sozialverhalten dafür, dass nur einzelne weibliche Tiere rauschig werden: Lediglich die älteren Bachen werden dann befruchtet. Fehlen diese älteren Bachen, werden auch jüngere weibliche Tiere schnell trächtig. Mit anderen Worten: Statt zweier alter Tiere werden fünf junge zum Muttertier von noch mehr Frischlingen. (Siegener Zeitung, 18.10.2008)

Die Wissenschaftler um Sabrina Servanty verglichen in einem Zeitraum von 22 Jahren die Vermehrung von Wildschweinen in einem Waldgebiet, in dem sehr intensiv gejagt wird, mit einem wenig bejagten Gebiet. Das Ergebnis: Wenn hoher Jagddruck herrscht, ist die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen wesentlich höher als in Gebieten, in denen kaum gejagt wird.

Weiterhin tritt bei intensiver Bejagung die Geschlechtsreife deutlich früher – vor Ende des ersten Lebensjahres – ein, so dass bereits Frischlingsbachen trächtig werden. In Gebieten, in denen wenig Jäger unterwegs sind, ist die Vermehrung der Wildschweine deutlich geringer, die Geschlechtsreife bei den Bachen tritt später und erst bei einem höheren Durchschnittsgewicht ein. (Servanty et alii, Journal of Animal Ecology, 2009)

Mit dieser Studie ist bewiesen, dass die starke Vermehrung bei Wildschweinen nicht nur vom Futterangebot abhängt, sondern auch von der intensiven Bejagung.

Der Jäger und Rechtsanwalt Dr. Florian Asche gibt in seinem Buch »Jagen, Sex und Tiere essen: Die Lust am Archaischen« (Neumann-Neudamm, 2012) offen zu:

»Wir jagen nicht, um das ökologische Gleichgewicht herzustellen. Zumindest ist das nicht das auslösende Motiv unserer Anstrengungen. Es ist nur eine Rechtfertigung für unsere Triebe und Wünsche, die viel tiefer gehen als die Erfordernisse der Wildschadensvermeidung und des ökologischen Gleichgewichts… Auf die Jagd gehen wir, weil sie uns Genuss und Lust bereitet.«

Der Jäger und Journalist Eckhard Fuhr widmete der Frage, warum er jage, einen Artikel in der ZEIT (48/2010):

»Und natürlich, ich gebe es zu, Jagd ist aufregend. …Wenn das tote Reh dann gefunden ist, stellt sich ein unvergleichliches Gefühl innerer Zufriedenheit ein. Doch, vergleichbar ist es: Nach erfolgreicher Jagd fühlt man sich wie nach gutem Sex…«

Wenn es ihm nur um Erholung in der Natur ginge, würde er Golf spielen. »Jagen dagegen ist Sinn schlechthin. Jagen ist keine Neben-, sondern eine Hauptsache. Ich jage, also bin ich.«

Paul Parin, Neurologe, Psychoanalytiker und selbst Jäger schrieb in »Die Leidenschaft des Jägers« (Hamburg, 2003) ungeschminkt über die Leidenschaft, die Passion, das Jagdfieber: »Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird. …Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein Begriff, der sich selbst aufhebt… Und weil es sich um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt – um ein Fieber eben – geht es in diesem Buch um sex and crime, um Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.«

Unmissverständlich erklärte der renommierte Zoologe und Ökologe Prof. Dr. Josef Reichholf im Bayerischen Fernsehen, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs sei längst überfällig:

»Für das Wild ist das Urteil gut, weil es da und dort Ruhezonen schafft, die das Wild bei uns dringend braucht.«

Ruhezonen könnten Wildschäden vermindern: »Weniger Jagddruck, mehr Ruhezone bedeutet für das Wild weniger Energieausgabe. Also muss es weniger Nahrung zu sich nehmen, weil es weniger herumwandern muss.« (BR »Unser Land«, 16.11.2012)

„Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine intensive Jagd beim Wildschwein zu stärkeren Vermehrungsraten führt“, so Holger Sticht, Landesvorsitzender des BUND, in einer Pressemitteilung vom 10.1.2018.

Er verweist auf die nach der leitenden Wissenschaftlerin benannten „Servanty-Studie“ von 2009. Sie untersuchte in Frankreich über 22 Jahre hinweg zwei Wildschweinpopulationen: eine, die kaum bejagt wurde, und eine weitere, die häufig bejagt wurde. Sie wies nach, dass die Vermehrungsrate in dem stark bejagten Bestand signifikant höher ausfiel als in dem weitgehend sich selbst überlassenen Bestand.

„Kein Wildschwein läuft von Polen nach NRW, sondern die bekannten Ausbreitungswege der Afrikanischen Schweinepest sind Jagdtouristen und Fleischkonsumenten, die kontaminierte Nahrungsreste in der Landschaft hinterlassen“, so Holger Sticht.

Egal ob Zoologen wie Ragnar Kinzelbach:

 „Die Jagd ist überflüssig. Wenn man sie einstellt, regulieren sich die Bestände von allein.“

egal ob Biologen wie Professor Dr. Josef Reichholf:

 „Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter natürlichen Umständen“. Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja vor allem im Herbst und Winter statt findet, viele Tiere getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot. „Tiere, die gestärkt überleben, pflanzen sich im Frühjahr zeitiger und zahlenmäßig stärker fort.“

egal auch, ob die Sinnlosigkeit der Freizeitjagd in großen jagdfreien Gebieten längst bewiesen wurde:

 Bruno Bassano, Nationalpark Gran Paradiso, Italien, jagdfrei seit 1922:

 „Das Ziel der Jäger ist, die Zahl ihrer Opfer konstant hoch zu halten. Die Umwelt würde sich selbst optimal erhalten mit einem inneren Regelungsmechanismus, ohne dass der Mensch schießt. Ich sehe für die Jagd wirklich keine andere Funktion, als dass es ein Vergnügen ist. Die Jagd dient nur den Jägern.“

auch der Forstwirt Karl Liechtenstein, selbst ehemaliger Jäger, verantwortet 5000 Hektar Forst::

„Ich akzeptiere, wenn jemand sagt, er will auf seinem Gebiet überhaupt keine Jagd mehr haben, wie das ja schon mehrere tun.

 Denn was passiert, wenn man nicht füttert und nicht jagt ? Gar nichts. Die Jagd kämpft nur verzweifelt um ihre Daseinsberechtigung, aber notwendig ist sie nicht.“

oder der Biologe Karl-Heinz Loske

 „Die Jagd ist ein überflüssiges Hobby, das der Befriedigung der Jagdlust der Jäger dient. Wir brauchen die Jagd nicht, sie ist aus ökologischer Sicht nicht zu verantworten.“

um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wer Biologie oder Zoologie studiert hat, wer auf jahrzehntelange Erfahrung und auf bestehende Beispiele verweisen kann, gilt unter den Hobbyjägern grundsätzlich dann als ahnunglos, wenn er nicht das Jägerlatein nachbetet, das den lodengrünen Flintenfreunden in ihrem 14-tägigen Expresskurs zum Jagdschein eingetrichtert wurde.“Seit dem Jagdverbot auf Füchse wurde der Fuchsbandwurm immer wieder thematisiert. Der seltene, aber für Menschen sehr gefährliche Wurmbefall wurde von der Jägerschaft immer wieder als Argument ins Felde geführt, um die Jagd auf den Fuchs wieder einzuführen. In einer parlamentarische Frage stellt die Abgeordnete Martine Hansen (CSV) die Ergebnisse einer dreijährigen, groß angelegten Studie rund um die französische Stadt Nancy in Frage. Sie wurde im November vergangenen Jahres veröffentlicht.

Funddegu in Krems, Wir sagen Danke

Ziemlich erstaunt war eine Familie aus Krems, als sich in einer Katzenfalle ein Degu vorfand. Man erkannte das Tier und brachte es ins Tierheim Krems. Das Tierheim Krems nahm Kontakt mit uns auf, da wir ja auch bereits eine größere Gruppe von diesen Tieren bei uns haben (diese Tiere stehen auch zur Vergabe), mit der Bitte, den Degu zu übernehmen. Vielleicht findet sich der Besitzer auf diesem Wege. Der Degu ist braunweiß und ein Männchen.

Es ist wieder Zeit um Danke zu sagen. Auf unserem neuen Grundstück befindet sich eine Gartenhütte die wir als Büro und Ausstellungsraum nützen möchten. Leider ist die Dachdeckung schon ziemlich am Ende und muss erneuert werden. Umso größer war unsere Freude als sich Wolfgang mit seinem Team meldete, und uns das Dach herrichteten. Noch größer wurde die Freude, als die Männer nach getaner Arbeit meinten, wir sollen das als Spende für unsere tolle Arbeit sehen. Danke, danke, danke!!!

Ein besonderes Dankeschön geht auch an Georg Jachan. Georg betreibt ein Reptilientierheim in Gföhl und betreibt unglaubliche Arbeit für arme Menschen. Georg spendete uns jede Menge Aquarien und Terrarien, plus Zubehör.

Dazu möchten wir auch den Andi vorstellen. Andi ist ein Perfektionist und wahrscheinlich der genaueste und beste Zimmermann überhaupt. Dazu betreut er seit Jahrzehnten selbst Schildkröten und bringt ungeheures Wissen mit. Um uns und unsere Tiere nach allen Seiten abzusichern, um, im schlimmsten Falle, wenn unsere Tierpfleger erkranken, eine Zeit im Spital verbringen müssen oder gar schlimmeres passiert, hat sich Andi bereit erklärt, in dieser Zeit die Fütterung der Tiere zu übernehmen. Aber schon bei diesem Transport half er mit. Wir sagen von ganzem Herzen Danke

Auch bei der Sabrina aus Leobersdorf möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Sie spendete uns ihre Terrarien. Wir sagen von ganzem Herzen Danke!!!!

Mykoplasmen, Papagei, Trachemys, Igel

Erst vor kurzem hatten wir eine Schildkröte aus Leipzig übernommen. Das Tier ist wohlauf, zeigt absolut keine Anzeichen auf Krankheiten, und wurde trotzdem positiv auf Mykoplasmen getestet.

Wir können nur immer wieder davor warnen, fremde Schildkröten ohne tierärztliche Begutachtung und ohne Tests auf die verschiedensten Krankheiten, einfach zu seinem Bestand zu setzen. Da wir aus allen Teilen Österreichs Schildkröten übernehmen, könnten wir hier wahrlich Studien zu diesen Krankheiten durchführen. Fakt ist jedenfalls, dass zumindest 20 bis 25 Prozent aller Landschildkröten die hier ankommen, an Mykoplasmen leiden. Auch wenn ein Tier noch so gesund erscheint, kann es Krankheiten in sich tragen. Hält man die Tiere stressfrei und bietet ihnen eine artgerechte Haltung, muss die Krankheit nicht mal ausbrechen. Mykoplasmen sind allerdings nicht heilbar und von Schildkröte zu Schildkröte übertragbar.

 Mykoplasmen sind in der Lage, sich in die Wirtszelle zurückzuziehen, so dass sie „kaum greifbar“ sind. Dies führt in der Regel zu einer lebenslangen, nicht heilbaren Infektion, die – meist artspezifisch – aber nicht zwangsläufig zu Krankheitssymptomen führen muss.

Die Symtome einer Erkrankung sind Nasenausfluss, vermindertes Allgemeinbefinden, keine Futteraufnahme, Lungenentzündung und röchelnde Atmung.

Während der Therapie wird das Tier mit Antibiotika behandelt und muss auf Temperatur gehalten werden. Die Therapie dauert meist drei bis vier Wochen.

Bitte setzt also keine fremden Tiere zu euren Bestand.

Nach einer Anzeige wegen Hundegebell kam die MA 60 in Wien in ein Haus einer Dame. Dort fand man neben einem Hund auch einen Graupapagei vor. Diese Vögel dürfen nicht alleine gehalten werden und so stellte die MA 60 ein Ultimatum. Entweder muss der Vogel weg, oder ein zweiter dazu. Leider ist es nicht möglich, einen zweiten Papagei dazu zu nehmen und so wurden wir kontaktiert. Wir rechneten bei der Abholung mit viel, aber….

Der Graupapagei bei der Abholung

Wir rechneten eigentlich mit einem gestressten Vogel der sich selbst rupft. Gefunden haben wir einen wunderschönen Vogel der überaus gesund ist und eine Dame, der die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben stand. Vor 21 Jahren hatte sie den Papagei von ihrem Mann bekommen, es war das letzte Geschenk bevor er verstarb. Alle Untersuchungen des Papageis verliefen positiv und er hat hervorragende Werte. Er darf die ganze Wohnung nutzen und kuschelt am liebsten mit der Dame. Die Beiden lieben sich sichtlich und es tat mehr als weh den Papagei aus dem Haus zu bringen und die Dame weinend zurück zu lassen.

Ein so verliebtes Paar zu trennen liegt nicht in unserem Sinn. Unsere Aufgabe sehen wir jetzt darin, zu sehen ob sich der Papagei vergesellschaften lässt. Er braucht natürlich Freunde, aber ob es gut ist ihn von seiner Bezugsperson zu trennen….. Ganz egal was passiert, sollte er sich vergesellschaften lassen, kann die Dame ihren Vogel natürlich jederzeit besuchen. Merken wir, dass er Sehnsucht nach derDame hat und traurig ist, sich nicht vergesellschaften lässt, werden wir alles dafür tun, dass die Beiden wieder zusammenfinden…

Trachemys

2016 wurde die EU Verordnung bezüglich invasiver Tierarten erstellt. Darunter befinden sich Trachemys Arten wie die Rot- Gelbwangen und Cumberlandschildkröten die weder gehandelt noch gezüchtet werden dürfen. Natürlich versucht man diese Verordnung zu umgehen und so kommen jetzt vermehrt tropische Trachemys Arten auf den Markt.

Wir möchten uns hier Mag. Stephan Ettmar vom ISV anschließen, der in der neuesten Auflage der Schildkrötenzeitschrift „Sacalia“ über dieses Thema berichtet und warnt.

Trachemys emolli oder Trachemys venusta landen vermehrt am Markt. Diese Tiere sind aber tropisch und nur in den heißesten Sommermonaten für die Teichhaltung geeignet. Dazu werden diese Schildkröten beinahe 40 cm groß. Hier kann man sich schon ausrechnen, welch großes Aquarium für die artgerechte Haltung nötig ist.

Trachemys venusta Foto:Stephan Ettmar, Sacalia

Also bitte überlegt euch gut den Kauf einer solchen Schildkröte damit wir sie in den nächsten Jahren nicht wieder überall in Auffangstationen oder Gnadenhöfen wiederfinden.

Auch ein Igel fand wieder den Weg zu uns. Mit keinen 300 Gramm und zu dieser Zeit noch unterwegs würde er wohl kaum den Winter überleben.

Schildkrötenland, Neuzugänge

Es hat nochmal Zeit und Nerven gekostet, aber diese Woche wurden die Verträge unterzeichnet und die Schlüssel übergeben.

Wir haben es jetzt also wirklich fixiert und in den nächsten Jahren soll hier eine tolle Station für Schildkröten entstehen. Beinahe 2000 Quadratmeter wird den Tieren zur Verfügung gestellt. Die ersten Kostenvoranschläge für die Umzäunung wurden bereits gemacht und wir hoffen, dass das Grundstück bereits ende Februar umzäunt werden kann. Hier müssen wir natürlich bedenken, dass es aus, aber auch einbruchssicher gestaltet wird. Heute haben wir bereits damit begonnen, umherliegende Äste und Thuyen zu entfernen. Wir möchten alles so gut es geht natürlich belassen, nur die Thuyen werden entfernt.

Auf der oberen Fläche sollen Gehege für die Landschildkröten, aber auch eine riesige Voliere für unsere Papageien entstehen.

Achtung! Wir möchten hier anmerken, dass wir keine Auffangstation für Papageien werden wollen. Wir möchten uns auf unsere Schildkröten speziallisieren, für Papageien gibt es die wundervolle Arge Papageiengemeinschaft südlich von Wien. Aber für unsere Papageien möchten wir hier eine riesige Voliere mit einem Innengehege errichten.

Am unteren Teil des Grundstücks sollen in weiterer Folge Teiche für die verschiedensten Wasserschildkröten entstehen.

Hier sollen Teiche und eine Landfläche für unsere Riesenschildkröten entstehen.

Wir werden im Frühjahr sehr viel Hilfe brauchen. Egal ob finanziell oder körperliche Arbeit, dazu Futter für die Tiere. Mit euch gemeinsam können wir hier etwas groß – und einzigartiges entstehen lassen. Jede freie Hand wird im Frühjahr benötigt und wir würden uns sehr freuen, wenn sich freiwillige Helfer für diese Arbeit begeistern können und uns unterstützen.

Es gibt auch wieder Neuzugänge. Ein Herr aus dem Waldviertel kontaktiere uns bezüglich seiner Pantherschildkröten. Selbst hatte er einen 1000 Quadratmeter großen Garten und ein eigenes Zimmer für die Tiere. Aber die Lebensumstände haben sich geändert und es blieb ihm nichts anderes über, als die Tiere abzugeben. Unter Tränen brachte er uns die Tiere und die Beiden werden auch bei uns bleiben.

Auch die zwei Höckerschildkröten, für die wir einen „Taxiaufruf“ starteten, kamen heute hier an. Wir danken für das Überbringen. Eines der Tiere hat einen gebrochenen Panzer der am Montag in der Tierklinik begutachtet wird.

ISV Tagung, Verein Ebensee, Abgabetier aus Leipzig

Wie jedes Jahr war auch heuer die ISV Tagung mehr als interessant und informativ. Viele Schildkrötenexperten erzählten über ihr Wissen, ihre Erfahrungen und über Forschungen. Ebenfalls unter den Vortragenden war ein reiner Reptilienarzt aus Deutschland der sich seit 20 Jahren auf diese Tiere spezialisiert hat. Auch er erzählte über das große Problem, dass immer noch sehr viele Schildkröten falsch gehalten und gefüttert werden. Wir danken für diese tolle Tagung.

Neben vielen wichtigen Informationen wurden auch wieder Lampen von Reptil-Expert, Pflanzen und jede Menge Literatur angeboten.

Auch Mag. Stephan Ettmar, der Mann der auch für die wundervolle Vereinszeitschrift „Sacalia“ verantwortlich ist, stellte sein neues Buch vor. Ein Buch mit einem fantastischen Einblick in die Welt der Mesoclemmys.

Wir möchten uns wieder mal bei unserem befreundeten Tierschutzverein Ebensee bedanken. In ihrer Vereinszeitung durften wir einen Einblick in die Welt der Schildkröten publizieren. Wir freuen uns sehr und sehr viele Leser dieser Zeitung haben uns bereits mit Fragen über Haltung kontaktiert. Vielen lieben Dank!!

Eine Familie aus Leipzig kontaktierte uns vor kurzem. Sie haben vor einigen Jahren eine Schildkröte aus ganz schlechter Haltung übernommen. Da sie in einer Wohnung leben und ihre Tochter zur Welt kam, konnten sie diese tunesische Landschildkröte nicht mehr artgerecht versorgen. Sie suchten viele Auffangstationen in Deutschland ab, aber es fand sich niemand der das Tier auch aufnehmen und versorgen wollte. Da es ein Männchen ist, ist auch dies nicht einfach. Die Familie wollte das Tier aber gut versorgt wissen und fand uns im Internet. Eigentlich können wir es kaum glauben, aber heute machte sich der Besitzer auf den Weg von Leipzig nach Seebarn. Eine Strecke von 700 km, gesamt 1400 km, und eine Fahrzeit von unglaublichen 14 Stunden wurden in Kauf genommen um das geliebte Tier gut versorgt zu wissen. Um 5 wurde gestartet und zu Mittag kam der Besitzer mit dem Tier hier an.

Ihr könnt uns für verrückt erklären… aber wir haben es gemacht

Zugegeben, eigentlich bräuchten wir auch selbst neue Fenster und eine neue Heizung. Ja, wir könnten uns auch schöne Urlaube machen oder ein neues Auto kaufen, aber….

aber es gibt da etwas was uns viel glücklicher macht als jeder Urlaub oder jeder Luxus…

auch wenn wir in den nächsten Jahren viel, viel kürzer treten müssen… wir haben es gemacht.

Wir haben in den letzten Jahren über 400 Schildkröten, 40 verschiedene Arten, einige Katzen, einige Papageien und Degus, aber auch Kaninchen, Wellensittiche, Geckos und Bartagame ein neues zuhause gegeben. Diese Menge an Tieren brauchen aber auch Platz und den haben wir leider nicht mehr, wir sind absolut voll.

Wir haben in den letzten Jahren mit so vielen Vereinen zusammen gearbeitet, haben beschlagnahmte oder ausgesetzte Tiere übernommen und viele Amtstierärzte, Tierkliniken und Tierheime aus ganz Österreich unterstützt, aber was passiert jetzt mit diesen Tieren?

Tierheime sind verständlicherweise auf Haustiere wie Hunde, Katzen oder auch Kaninchen ausgerichtet, aber nicht auf Reptilien. Meist gibt es nur ein Terrarium das für jede Schildkröte verwendet wird. Aber im Schnitt leidet jede vierte Schildkröte an Mykoplasmen, jede hundertste an Herpes und diese Krankheiten halten sich im Terrarium. Dazu fehlt auch das Wissen über die verschiedensten Arten, was genauso logisch ist. Dafür gibt es zwar Reptilienauffangstationen die aber randvoll sind und keine Tiere mehr aufnehmen können. Wo sollen also all die Reptilien hin, wo bringt man die invasiven Arten wie die Gelb oder Rotwangen unter? Wird man dieser EU Verordnung nachkommen und diese Tiere in Massen töten? Wir haben diese Problematik vorgetragen, um Hilfe gebettelt, und erhielten von hoher Stelle die Antwort „das soll nicht euer Problem sein“

Aber wessen Problem soll es sonst sein? Fakt ist, WIR WERDEN KEIN TIER IM STICH LASSEN, WERDEN UNSERE ARBEIT WEITERFÜHREN UND UNS MIT ALLEM WAS IN UNSERER MACHT STEHT, UM DIE TIERE KÜMMERN!!!

Es waren lange Verhandlungen und wir mussten tief in unsere Taschen greifen, aber es war es wert. Wir haben es getan!!! Genug Lebensraum wurde den Tieren genommen, wir freuen uns, dass wir ihnen ein kleines Stück Land zurück geben dürfen.

Ein Grundstück, das so herrlich ist. Ein Grundstück mit großen Futterwiesen, mit Bäumen und herrlichen Flächen. Natürlich wissen wir, dass wir die nächsten Jahre nicht groß investieren werden können, aber auf diesem Land können wir vielen Tieren ein neues zuhause bieten. Wir werden sie nicht im Stich lassen. Sobald es finanziell möglich ist möchten wir Teiche errichten, die Landzonen für die Landtiere eingrenzen und das Ganze für Menschen die sich für artgerechte Haltung interessieren, einmal wöchentlich zugänglich machen. WIR SIND STOLZ DARAUF, WIR WERDEN EIN SCHILDKRÖTEN LAND ERRICHTEN!!

Aber genug der Worte, genießt mit uns diese neue Welt!!

Wir müssen das Ganze aber sehr kontrolliert machen. Müssen immer im Hinterkopf behalten, dass hohe Strom und Tierarztkosten auf uns zukommen und deshalb haben wir uns etwas einfallen lassen.

Unser Stephan und unsere Silvia haben die letzten Wochen auf Hochtouren an einem Konzept gearbeitet. Ein Konzept das Spenden ab einer gewissen Höhe mit einem Geschenk honoriert. Dies werden wir die nächsten Tage publizieren. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass ihr uns auch weiterhin so wundervoll unterstützt.

Wir wünschen allen Tierhaltern und Tieren einen wunderschönen 4.Oktober einen wunderschönen Tag der Tiere

Danke an den ÖGH, Nationalratswahl

Die Einladung des ÖGH war eine riesige Ehre für uns. Wir durften unseren Gnadenhof am zweiten Reptilientag in Wien vorstellen.

In einem perfekt zusammen gestellten Programm unseres Computergenies Stephan, konnten wir den Zuseher unseren Gnadenhof, unsere Arbeit und unsere Ziele näher bringen.

Zudem war es schön, so viele Menschen kennen lernen zu dürfen, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Reptilien beschäftigen. Dazu gab es auch noch sehr interessante Vorträge über die verschiedensten Reptilien.

Es gibt auch wieder Neuzugänge zu vermelden. Zwei Papageien, Moritz und Paul, fanden den Weg zu uns. Auch diese Tiere wurden natürlich getestet und tierärztlich begutachtet.

Auch ein kleiner Igel mit knappen 200 Gramm wurde gefunden und uns übergeben. Hier hoffen wir, dass er schnell an Gewicht zunimmt und noch vor dem Winter in die Freiheit entlassen werden kann.

Die Politik ist etwas, mit dem sich wir sehr schwer anfreunden können. Seit Jahrzehnten wird vor den Wahlen versprochen und versprochen, aber es passiert nichts.

Am vergangenen Donnerstag endete die Frist der Anträge bezüglich der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, dem Kükenschreddern und dem Verbot für Vollspaltenböden. Leider hat die ÖVP und die FPÖ dagegen gestimmt. Das bedeutet, dass weiterhin den Ferkeln bei vollem Bewusstsein die Hoden abgerissen werden, Küken weiterhin bei lebendigem Leibe geschreddert und Schweine ohne Stroh auf Vollspaltenböden gehalten werden dürfen.

Wir fragen uns, ist das Demokratie? Möchte wirklich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass kleinen Ferkeln die Hoden abgerissen werden? Möchte wirklich die Hälfte der Bevölkerung, dass Schweine auf keinem Strohboden ihr kurzes Leben verbringen dürfen? Möchte wirklich mehr als die Hälfte, dass Küken geschreddert werden?

Möchte wirklich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass wir Glyphosat auf unseren Äckern verspritzen? Möchte die Bevölkerung wirklich Ceta?

Wir haben diese Wahlversprechungen satt. Es passiert einfach nichts, weder für die Tiere noch für die Umwelt.

Hier gibt es jetzt eine Alternative. Martin Balluch, ein Mann der sich seit Ewigkeiten für die Tiere und die Umwelt einsetzt, tritt für die Liste Jetzt an. Das ist die wohl größte Chance seit Jahrzehnten, um den Tieren zu helfen.

Deshalb waren wir auch bei einer Wahlveranstaltung und haben uns das Ganze angesehen.

Wir denken, es ist die richtige Wahl. Es wäre schön, wenn Martin den Einzug ins Parlament schaffen könnte. Die Tiere würden Martin Balluch wählen…

Neben dieser Veranstaltung am Klosterhof bei dem unglaublich tollen Projekt „Rinderwahnsinn“, trafen wir auch wieder sooo viele tolle Menschen wie die von Veggruf oder Robin Hood. Dazu so viele tolle Freunde…