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Ihr könnt uns für verrückt erklären… aber wir haben es gemacht

Zugegeben, eigentlich bräuchten wir auch selbst neue Fenster und eine neue Heizung. Ja, wir könnten uns auch schöne Urlaube machen oder ein neues Auto kaufen, aber….

aber es gibt da etwas was uns viel glücklicher macht als jeder Urlaub oder jeder Luxus…

auch wenn wir in den nächsten Jahren viel, viel kürzer treten müssen… wir haben es gemacht.

Wir haben in den letzten Jahren über 400 Schildkröten, 40 verschiedene Arten, einige Katzen, einige Papageien und Degus, aber auch Kaninchen, Wellensittiche, Geckos und Bartagame ein neues zuhause gegeben. Diese Menge an Tieren brauchen aber auch Platz und den haben wir leider nicht mehr, wir sind absolut voll.

Wir haben in den letzten Jahren mit so vielen Vereinen zusammen gearbeitet, haben beschlagnahmte oder ausgesetzte Tiere übernommen und viele Amtstierärzte, Tierkliniken und Tierheime aus ganz Österreich unterstützt, aber was passiert jetzt mit diesen Tieren?

Tierheime sind verständlicherweise auf Haustiere wie Hunde, Katzen oder auch Kaninchen ausgerichtet, aber nicht auf Reptilien. Meist gibt es nur ein Terrarium das für jede Schildkröte verwendet wird. Aber im Schnitt leidet jede vierte Schildkröte an Mykoplasmen, jede hundertste an Herpes und diese Krankheiten halten sich im Terrarium. Dazu fehlt auch das Wissen über die verschiedensten Arten, was genauso logisch ist. Dafür gibt es zwar Reptilienauffangstationen die aber randvoll sind und keine Tiere mehr aufnehmen können. Wo sollen also all die Reptilien hin, wo bringt man die invasiven Arten wie die Gelb oder Rotwangen unter? Wird man dieser EU Verordnung nachkommen und diese Tiere in Massen töten? Wir haben diese Problematik vorgetragen, um Hilfe gebettelt, und erhielten von hoher Stelle die Antwort „das soll nicht euer Problem sein“

Aber wessen Problem soll es sonst sein? Fakt ist, WIR WERDEN KEIN TIER IM STICH LASSEN, WERDEN UNSERE ARBEIT WEITERFÜHREN UND UNS MIT ALLEM WAS IN UNSERER MACHT STEHT, UM DIE TIERE KÜMMERN!!!

Es waren lange Verhandlungen und wir mussten tief in unsere Taschen greifen, aber es war es wert. Wir haben es getan!!! Genug Lebensraum wurde den Tieren genommen, wir freuen uns, dass wir ihnen ein kleines Stück Land zurück geben dürfen.

Ein Grundstück, das so herrlich ist. Ein Grundstück mit großen Futterwiesen, mit Bäumen und herrlichen Flächen. Natürlich wissen wir, dass wir die nächsten Jahre nicht groß investieren werden können, aber auf diesem Land können wir vielen Tieren ein neues zuhause bieten. Wir werden sie nicht im Stich lassen. Sobald es finanziell möglich ist möchten wir Teiche errichten, die Landzonen für die Landtiere eingrenzen und das Ganze für Menschen die sich für artgerechte Haltung interessieren, einmal wöchentlich zugänglich machen. WIR SIND STOLZ DARAUF, WIR WERDEN EIN SCHILDKRÖTEN LAND ERRICHTEN!!

Aber genug der Worte, genießt mit uns diese neue Welt!!

Wir müssen das Ganze aber sehr kontrolliert machen. Müssen immer im Hinterkopf behalten, dass hohe Strom und Tierarztkosten auf uns zukommen und deshalb haben wir uns etwas einfallen lassen.

Unser Stephan und unsere Silvia haben die letzten Wochen auf Hochtouren an einem Konzept gearbeitet. Ein Konzept das Spenden ab einer gewissen Höhe mit einem Geschenk honoriert. Dies werden wir die nächsten Tage publizieren. Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, dass ihr uns auch weiterhin so wundervoll unterstützt.

Wir wünschen allen Tierhaltern und Tieren einen wunderschönen 4.Oktober einen wunderschönen Tag der Tiere

Danke an den ÖGH, Nationalratswahl

Die Einladung des ÖGH war eine riesige Ehre für uns. Wir durften unseren Gnadenhof am zweiten Reptilientag in Wien vorstellen.

In einem perfekt zusammen gestellten Programm unseres Computergenies Stephan, konnten wir den Zuseher unseren Gnadenhof, unsere Arbeit und unsere Ziele näher bringen.

Zudem war es schön, so viele Menschen kennen lernen zu dürfen, die sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Reptilien beschäftigen. Dazu gab es auch noch sehr interessante Vorträge über die verschiedensten Reptilien.

Es gibt auch wieder Neuzugänge zu vermelden. Zwei Papageien, Moritz und Paul, fanden den Weg zu uns. Auch diese Tiere wurden natürlich getestet und tierärztlich begutachtet.

Auch ein kleiner Igel mit knappen 200 Gramm wurde gefunden und uns übergeben. Hier hoffen wir, dass er schnell an Gewicht zunimmt und noch vor dem Winter in die Freiheit entlassen werden kann.

Die Politik ist etwas, mit dem sich wir sehr schwer anfreunden können. Seit Jahrzehnten wird vor den Wahlen versprochen und versprochen, aber es passiert nichts.

Am vergangenen Donnerstag endete die Frist der Anträge bezüglich der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, dem Kükenschreddern und dem Verbot für Vollspaltenböden. Leider hat die ÖVP und die FPÖ dagegen gestimmt. Das bedeutet, dass weiterhin den Ferkeln bei vollem Bewusstsein die Hoden abgerissen werden, Küken weiterhin bei lebendigem Leibe geschreddert und Schweine ohne Stroh auf Vollspaltenböden gehalten werden dürfen.

Wir fragen uns, ist das Demokratie? Möchte wirklich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass kleinen Ferkeln die Hoden abgerissen werden? Möchte wirklich die Hälfte der Bevölkerung, dass Schweine auf keinem Strohboden ihr kurzes Leben verbringen dürfen? Möchte wirklich mehr als die Hälfte, dass Küken geschreddert werden?

Möchte wirklich mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass wir Glyphosat auf unseren Äckern verspritzen? Möchte die Bevölkerung wirklich Ceta?

Wir haben diese Wahlversprechungen satt. Es passiert einfach nichts, weder für die Tiere noch für die Umwelt.

Hier gibt es jetzt eine Alternative. Martin Balluch, ein Mann der sich seit Ewigkeiten für die Tiere und die Umwelt einsetzt, tritt für die Liste Jetzt an. Das ist die wohl größte Chance seit Jahrzehnten, um den Tieren zu helfen.

Deshalb waren wir auch bei einer Wahlveranstaltung und haben uns das Ganze angesehen.

Wir denken, es ist die richtige Wahl. Es wäre schön, wenn Martin den Einzug ins Parlament schaffen könnte. Die Tiere würden Martin Balluch wählen…

Neben dieser Veranstaltung am Klosterhof bei dem unglaublich tollen Projekt „Rinderwahnsinn“, trafen wir auch wieder sooo viele tolle Menschen wie die von Veggruf oder Robin Hood. Dazu so viele tolle Freunde…

Wintervorbereitungen, Einohrhase, ÖGH Reptilientag

Wir möchten euch nocheinmal daran erinnern. Den kommenden Samstag, den 21.09 werden Reptilienexperten über Reptilienhaltung informieren. Wir freuen uns jetzt schon sehr, euch dort zu sehen.

Obwohl es noch einige Wochen dauert, laufen die Vorbereitungen für den Winter auf Hochtouren.

Die Kühlschränke und unser Kühlraum werden mit Maurertröge und Plastikbehälter gefüllt, worin die Tiere ihre Starre verbringen werden. Die Erde in der sich die Tiere vergraben, nehmen wir entweder aus dem eigenen Garten oder von Stellen wo wir wissen, dass die Erde ohne Giftstoffe behandelt wurde. Man kann aber auch unbehandelte Erde aus dem Baumarkt nehmen. Die Erde füllt etwa die Hälfte der Behälter aus, darüber kommt dann noch Laub.

Wir durften die Erde aus Kammern holen. Dort wurde ein Spielplatz umgebraben und die Erde bietet sich herrlich für die Überwinterung an. Sie ist noch nicht feucht und kann somit gleich verwendet werden.

Aber auch in unsere Innenräume wird frische Erde gebracht. In einem Raum sind unsere Köhler, in einem anderen die Panther und am Dachboden die Spornschildkröten untergebracht.

Nach einer Delogierung wurden von uns Degus und ein Kaninchen übernommen. Den Degus mussten die Zähne geschliffen werden. Das Kaninchen wurde über die Pfotenhilfe Tulln tierärztlich versorgt und kam anschließend zu uns. Leider sahen wir, dass sich um den Hintern des Tieres Fliegen sammelten und für Maden sorgten. Das Kaninchen wurde natürlich sofort zu unserem soooo tollen Tierärzteteam Hochleithner, nach Wien Strebersdorf gebracht wo sie medizinisch betreut wird. Die nächsten Tage wird sie wohl dort verbringen müssen…

Fundtiere, wir sagen Danke

Die Menge an Fundschildkröten wirkt beinahe beängstigend. Aber beginnen wir langsam.

Das Tierheim Baden kontaktierte uns wegen einer Fundschildkröte. Es handelt sich um eine griechische Landschildkröte deren Panzer gebrochen war Natürlich halfen wir hier aus. Zwischenzeitlich hatte unsere Freundin Claudia das Tier übernommen und erstversorgt. Also fuhren wir zur Claudia und durften neben einer Schildkröte auch eine Bananenpflanze und einen Elefantenohrpflanze mitnehmen. Wir sagen herzlichen Dank!!

Leider bestätigte sich sehr schnell der Bruch des Panzers.

Der Panzer war seitlich, aber auch oben gebrochen.

Natürlich brachten wir das Tier sofort in die Tierklinik Hochleithner nach Strebersdorf wo es sofort Schmerzmittel bekam.

Das Tier wurde am Abend geklebt und verbrachte die Nacht in der Tierklinik wo wir es am nächsten Vormittag abholten.

Seitlich aber auch oben war der Panzer gebrochen und wurde geklebt.

Die Schildkröte erholt sich jetzt auf unserem Gnadenhof.

Auch die nächste Fundschildkröte wurde verletzt geborgen. Eine Rotwangenschildkröte wurde von einem Fischer an Land gezogen. Dabei merkte man, dass sich ein zweiter Angelhaken in dessen Gesicht gebohrt hatte.

Der Haken wurde entfernt und die Wunde genäht. Vielleicht kennt jemand dieses Tier, dass in Perchtoldsdorf gefunden wurde.

Aber es gibt auch ein drittes Fundtier. In der Nähe von Wien fand ein Mann diese ältere Gelbwange vor und sicherte das Tier bis zu unserem Eintreffen. Wir sagen Danke für das Einschreiten und das Sichern.

Wir sagen auch wieder Danke! Wir danken dem Christian für die Übernahme von zwei Patenschaften.

Wir möchten auch dem Alex, einem Künstler aus Langenlois danken. Zum wiederholten male spendete er uns einen großen Sack mit Futtermitteln.

Und natürlich dürfen wir unsere Silvia nicht vergessen…. es gibt wieder neue Kugelschreiber 😉 🙂